Eine immer wiederkehrende Frage: Hat die Szenekneipe diskriminierend und damit unrechtmäßig gehandelt oder legal von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht. Hintergrund: Ein Mitarbeiter des Café Kabale hatte einer Frau ein Frühstück verweigert und sie aufgefordert, zu gehen, weil sie in der Ausländerbehörde arbeitet und dort auch Abschiebefälle betreut.
Die Stadt Göttingen prüft noch, ob das Kabale gegen das Antidiskriminierungs- oder das Gaststättengesetz verstoßen hat. Zwischen Pflichten und Rechten eines Gastwirtes liegt jedoch eine Grauzone. „Da muss jeder Fall einzeln geprüft werden“, sagt Göttingens Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Klar seien Fälle, in denen ein Gastwirt jemanden rausschmeißt, weil er unangenehm auffällt und betrunken randaliert. Ebenso klar sei, dass niemand wegen seiner Gesinnung, Herkunft, Religion, Behinderung oder Geschlechts abgewiesen werden darf.
Grundsätzlich aber habe ein Gastwirt das Recht und die Freiheit, unliebsame Gäste abzuweisen, so Johannson. „Auch wenn ihm nur dessen Nase nicht passt“, ergänzt Rainer Balke, Hauptgeschäftsführer des Gaststättenverbandes Dehoga in Niedersachsen. Ein Wirt sei dabei ähnlich gestellt wie ein privater Gastgeber. Er könne Kunden abweisen, wenn sie die „Harmonie“ in der Gaststube stören könnten oder nicht in die gewünschte Zielgruppe passen. So würden häufig Diskotheken verfahren. Johannson erklärt den Unterschied zur Diskriminierung so: Schmeißt eine Fan-Kneipe für Borussia-Dortmund-Anhänger einen FC-Schalke-Fan raus, sei das okay. Würden nur „muslimische Schalke-Fans“ abgewiesen, sei das diskriminierend.
Das Kabale wollte den Vorfall und das Prüfverfahren der Stadt bisher nicht kommentieren. Das Betreiber-Kollektiv befinde sich noch im Diskussionsprozess, hieß es.
us
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Kommentare
Wir machen so weiter Antifa Göttingen – 23.04.10
Mehrfachpost, Kommentar gelöscht, fh. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenStellungnahme Kabale tiva – 23.04.10
Mehrfachpost, Kommentar gelöscht, fh. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden@ AU ich – 22.04.10
falls letzteres zutreffen sollte, hier ein Auszug aus der Wikipedia-Definition von Rassismus:"Unabhängig von seiner Herkunft kann Rassismus jeden Menschen betreffen. Die Konvention der Vereinten Nationen[1] unterscheidet nicht zwischen rassischer und ethnischer Diskriminierung. Ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Vielzahl anderer Kategorien mit einbeziehen. Menschen mit rassistischen Vorurteilen diskriminieren andere aufgrund solcher Zugehörigkeit, institutioneller Rassismus verweigert bestimmten Gruppen Vorteile und Leistungen oder privilegiert andere. Rassistische Theorien und Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von Herrschaftsverhältnissen und der Mobilisierung von Menschen für politische Ziele. Die Folgen von Rassismus reichen von Vorurteilen und Diskriminierung über Rassentrennung, Sklaverei und Pogrome bis zu sogenannten „Ethnischen Säuberungen" und Völkermord."
So, institutioneller Rassismus also...was ist die Ausländerbehörde: eine staatliche Institution. Und was macht die mit Leuten, die ihrer Meinung (oder ist das die Mienung der Gesellschaft?!) nicht hierher gehören (weil sie nicht hier hier geboren und deshalb "die anderen" sind)? Wegschicken. und wozu führen von Institutionen vorgenommene Abschiebungen? Was passiert mit Menschen, die hier verjagt werden?Na klar, hier werden sie nicht (oder besser gesagt: verhältnismäßig selten) ermortet...und was dann woanders passiert, geht schließlich die deutschen Institutionen nichts mehr an, ne?!
Geile Logik!!!
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@ich AU – 22.04.10
Na toll.. Beruf dich weiter auf dein Hausrecht. Das diskutieren bei Gelegenheit, wenn Demonstranten (jeglicher Färbung) sich mal wieder den Teufel drum scheren. Eine Behörde als rassitisch zu bezeichnen, die letzlich auch nur gewzungenermaßen auf Anweisungen regagiert und diese umsetzen muss, find ich schon schrill!Du erwartest also, dass die Mitarbeiter dort die Arbeit verweigern und womöglich sich in den die Hartz-4 Status begeben (der wieder von genau dem "rassischten" Staat finaziert wird?
Du solltest erstmal in einer geeigneten Fortbildungsmaßnahme den Begriff "Rassismus" verinnerlichen, bevor du solchen Blödsinn verzapfst.
Damit es klar bleibt: ich für mein Teil werde künfigt weder im Cabale noch bei Kron & Protz meine Kaffee trinken.
Oh je, was bin ich jetzt? Konsumverweigerer, Rassist oder nur blöd? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Solidarität mit dem Kabale AutorIN – 21.04.10
Zuerst möchte ich hier loswerden, dass ich voll und ganz hinter der Entscheidung des Café Kabales stehe. Dieses Café ist eben kein normales Areal für Kaffeeklatsch, sondern ein linkspolitisches Kollektiv, dass das Abschieben von Menschen, die Zerstörung unschuldiger Familien und letztendlich auch oft schlichten Mord einfach nicht duldet. Warum sollte man da einem Menschen, der diese Dinge unterstützt, Frühstück servieren? Alle Göttinger, die die "arme Frau von der Ausländerbehörde" als Opfer von Diskriminierung darstellen, scheinen wohl die Tatsache, dass ein Mensch gezwungen wird, die BRD zu verlassen, um in Kriegszuständen oder unter Verfoldung zu leben, nur, weil er/sie vor 22 Jahren außerhalb der BRD geboren wurde, nicht als Diskriminierung anzusehen. Da Frage ich mich: Von welcher Definition der Diskriminierung sprechen wir hier eigentlich?Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
hausrecht ich – 20.04.10
Ich arbeite selber in einer Göttinger Kneipe, die regelmäßig bis in die früher Morgenstunden geöffnet hat. Wenn da nachts jemand reinkommt und ich habe ein komisches Gefühl, dann bediene ich diese Person nicht. Wenn sich jemand daneben benimmt schmeiße ich diese Person raus (zur Not auch mit Hilfe der Behören)Gastwirte und Thekenkräfte sind keine Züge oder Busse...da gibt es ja eine so genannte Beförderungspflicht...wir können uns tatsächlich aussuchen wen wir bedienen wollen und wen nicht...was das dann fürs Geschäft bedeutet steht auf einem anderen Blatt, aber das Recht haben wir nunmal!!!
Ich fände es auch extrem anstrengend jeden Rauswurf zu diskutieren oder zu begründen. Dafür gubt es das Hausrecht. Wer das hat dafr entscheiden, wer sich in "haus" (kneipe, café etc.) ufhalten darf und wer nicht...is halt so...
Und ich finde, wer nachts (und z.T. allein) dafür sorgt, dass eine Menge Menschen sich amüsieren können hat durchaus das Recht (vor allen Dingen "moralisch") zu entscheiden, wer bleiben darf und wer nicht. Und wenn ein Antirassistisches Café (bessergesagt die dort arbeitenden antirassistInnen), dass in verschiedenen Zusammenhängen auch die Ausländerbehörde und die Willkür ihrer MitarbeiterInnen kritisiert, eine Mitarbeiterin einer rassistisch handelnden Behörde nicht bedienen will (weil sie eben zufällig erkannt wird), daann ist das in Ordnung - rechtlich zumm Einen un moralisch sowieso!
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Wie wärs ..... Reiseengel – 20.04.10
Wie wäre es wohl gewesen, wenn ein anderes Lokal ein Mitglied der linken Szene (oder der besagten Kommune) vor die Tür befördert hätte ???Ich kann mir das schon vorstellen. Das Lokal wäre wahrscheinlich schon ausgebrannt, und die Eigentümer öffentlich als Nazis diffamiert.
Diese Szene fordert Bleiberecht für alle, warum darf dann nicht jeder im Kabale bleiben ? Soweit geht dann die Toleranz wohl doch nicht. -Schade- Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Erstaunt Togo – 20.04.10
@erstauntIch habe Roma über die ambulante Krankenpflege kennengelernt und somit mich vermehrt mit den sozialen Verhältnissen auseinander gesetzt.
Andererseits Unterstütze ich Pro Asyl und arbeite gelegendlich ehrenamtlich in der Göttinger Tafel
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Komisch.. AU – 20.04.10
Ich dachte eigentlich immer, das Betreiben einer Gaststätte (eines Cafés) sei Dienstleistung. Die Genehmigung dazu an die Bereitschaft gekoppelt, diese Dienstleistung auch zu erbringen. Wer nicht bereit ist, sie zu erbringen, tja, der hat wohl das Ganze nicht verstanden.Wohlgemerkt, kein Wirt muss sich oder seine Gäste beschimpfen lassen.
Aber die Postagentur etwa, die einem vom äusseren her missliebigen Kunden den Verkauf von Briefmarken verweigert??
Naja, ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass das GT nun aufgrund der heftigen Diskussion schon mal langsam zurückrudert... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Geburtstagsfeier für Mohammed Kommentare gesperrt Hindu 1980 – 20.04.10
Gehört hier zwar nicht rein aber kann es sein liebes GT,dass Ihr die Kommentare zu dem Thema hierunter "GEBURTSTAGSFEIER FÜR MOHAMMED" gesperrt habt!?
Erstaunlich viele Beiträge wurden erstmal gelöscht. Das ist sicherlich ok, weil sicherlich einige boshafte Beschimpfungen darunter waren.
Jetzt kann man auf einmal keine Kommentare mehr zu dem Theme posten!!!
AU BACKE! Was mir dazu alles einfällt. Dieser Artikel war ja auch schlimm geschrieben aber das setzt dem ganzen die Krone auf.
Ihr hättest mindestens eine Darstellung schreiben sollen warum Ihr die Comments gesperrt habt. Naja vielleicht kommts ja noch oder es liegt ein Systemfehler vor (was ich nicht glaube)
Schlimm schlimm...genauso geht es los.
Am coolsten fand ich übrigens den Satz:
"In einem der Lieder flehte der Sänger zu Allah: „Verbrenne mich nicht in der Hölle.“ Die Zuschauer, von denen viele mit dem Handy mitfilmten, waren begeistert."
Zu schade, dass ich nicht dabei war.
Mensch hätt`ich das gern miterlebt.
Bestimmt finde ich da Videos auf Youtube. Aber die kann ich ja nicht verLINKEN- ihr habts ja verboten.
Allah oder wer auch immer sei mit euch! A la maison!
Hier, damit sich alle wieder etwas beruhigen an diesem frühen Morgen:
http://www.youtube.com/watch?v=yyEaOwpIRfI&feature=related Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Miteinander reden statt rausschmeißen Horst – 20.04.10
Ich kann nicht verstehen, dass die Mitarbeiter von Kabale nicht die Chance nutzen, wenn eine Mitarbeiterin von der Ausländerbehörde schon zum Frühstücken kommt, sich mit ihr zu unterhalten, Ansichten auszutauschen und den anderen etwas geben. Rausschmeißen ist einfach aber primitiv. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenTogo erstaunt – 20.04.10
Liebe/r Togo,wohnen Sie im Blümchenviertel?
Sorgen sie dafür dass die Roma-Kinder regelmäßig zur zur Schule gehen?
wie sieht Ihre aktive Hilfe für den Personenkreis aus - mal abgesehen von den Demonstrationen und Leserbriefen? Was tun Sie ganz speziell für diese Menschen? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Menschlichkeit? Togo – 20.04.10
Ich bekomme vermehrt den Eindruck, dass die Schicksale von den von Abschiebung bedrohten Familien in der bürgerlichen Göttinger Gesellschaft eine geringere Rolle spielen, als jenes Schicksal das der Behördenmitarbeiterin widerfahren ist?Kann es sein, dass ein auseinander reißen von Familien geringer wiegt, als ein Verweiß gewisser Behördenmitarbeiter?
Muss eine Behördenmitarbeiterin so konsequent verteidigt werden nur weil sie nach geltendem Recht das Richtige tut, obwohl sie unmenschlich handelt?
Meiner Meinung ja, sie muss Verteidigt und somit legitimiert werden, weil sonst die Gesellschaft ihrem „Grundgesetzphatos“ nicht mehr frönen kann, wie z.B. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“
Die von Abschiebung bedrohten Roma und Ashkali sind auch MENSCHEN!!!!
Sanfte Ausmerzung
Verscharrt hinter kalten Mauern
ihr verbrechen illegale Existenz
verschleppt von Schreibtischtätern
dienstbeflissen auf der Lauer
leiden hoffnungslose Seelen
doch in ihren Herzen brennt`s
Hört ihr sie schreien, panische klänge aus Angst vor dem Tod
Hört ihr sie schreien, ihre Gewissheit von Folter und Not
Hört ihr sie schreien, blutrünstige Bürokratie
Wann werden wir schreien, ihr Menschenschinder der Abschiebemaschinerie
Kriminalisiertes Leiden hinter Stacheldraht gezwängt
infrage gestelltes Leben und die Richter nennen sich Mensch
Sanfte Ausmerzung…..
In einer Gesellschaft der „Humanität“?
Sanfte Ausmerzung ….
und die Richter sie nennen sich Mensch
Sanfte Ausmerzung….
In einer Gesellschaft der „Humanität“?
Sanfte Ausmerzung….
und die Richter sie nennen sich Mensch,
warum nennen die sich Mensch???
KEINE NATIONEN
KEINE GRENZEN
KEIN MENSCH IST ILLEGAL
Sie handeln nur nach ihren Pflichten
dienen treu und stetig dem Gesetz
von einer Gesellschaft erschaffen
dessen „Menschenbild der Humanität“
einen „hochmoralischen“ Standpunkt besetzt
und die genauso Selbstbewusst wegschaut
„sanfte Ausmerzung“ gar verdrängt
sie ist genauso Täter wie ihr Bürokrat
der mit blutiger Schrift seine Urteile verhängt
Hört ihr sie schreien
SOLIDARITÄT MIT DEN KOSOVO-FLÜCHTLINGEN IM BLÜMCHENVIERTEL/GÖTTING
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Sofort Konzession entziehen heinz – 19.04.10
Bitte entzieht dem Laden sofort die Konzession, die arme Frau der Behörde muß sich tagsüber eh schon genug gefallen lassen, wird Zeit das sich in Göttingen bald etwas ändert , brauchenspeziell ausgebildete Beamten die
schneller und härter eingreifen,kenne von den drei abzuschiebenden Familien
einige,den geht es mehr als gut,die lachen über uns arbeitendes volk nur. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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