Göttingen. Der Transporter wurde im Rahmen einer Kontrollaktion mit dem Schwerpunkt "Lebensmittel- und Tiertransporte" entdeckt. Der LKW mit Anhänger war auf der A 7 in Fahrtrichtung Kassel unterwegs. Für eine geplante "allgemeine Verkehrskontrolle" lotsten die Beamten den Transporter von der Anschlussstelle Göttingen-Nord weiter auf der A 7 bis zum Gelände der Autobahnmeisterei Göttingen an der Anschlussstelle Göttingen.
Bei der anschließenden Begutachtung entdeckten die Ermittler auf dem mitgeführten Transportanhänger ein auf dem Boden liegendes, augenscheinlich krankes Rind. Die Beamten informierten daraufhin das Veterinäramt des Landkreises Göttingen. Eine Verantwortliche erschien vor Ort und erklärte nach Untersuchung des Tieres, dass es noch an Ort und Stelle von seinen Leiden erlöst werden müsse. Ein ortsansässiger Schlachtermeister wurde mit der Tötung des Rindes beauftragt. Bis zur Abholung des toten Tieres durch den Tierkörperbeseitigungsdienst verblieb es im Anhänger auf dem Betriebsgelände der Autobahnmeisterei.
Kurz danach stießen die Beamten auf der Ladefläche des Zugfahrzeuges auf dreizehn nicht gekennzeichnete Schafe. Die weiteren diesbezüglichen Maßnahmen werden durch den Landkreis Northeim veranlasst.
Der 66 Jahre alte Fahrer konnte zudem keine gültige Fahrerlaubnis vorlegen. Die Weiterfahrt mit dem verbliebenen Zugfahrzeug musste von einem zwischenzeitlich informierten Verwandten des Mannes übernommen werden.
Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, gegen die Tierschutztransportverordnung, gegen Kennzeichnungspflichten und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Die Ohrmarke und der Rinderpass des getöteten Tieres wurden sichergestellt.
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