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Kommentar

Krawall bleibt aus


Auch noch 20 Jahre nach dem Tod der Studentin Kornelia Weßmann gehen die Emotionen hoch. Für die meist jugendlichen, selbst ernannten Autonomen ist „Conny W.“ eine Ikone ihres Kampfes gegen die „Staatsmacht“, die als Feind begriffen wird. „Wir haben euch etwas mitgebracht, Hass, Hass, Hass“ tönt es, wenn der schwarze Block auf Polizisten trifft.

Der Zug vom Marktplatz zum Weender Tor und zum Jugendzentrum Juzi verlief von kleineren Rangeleien abgesehen überwiegend friedlich, obwohl die Atmosphäre angespannt war. Die Polizeiführung ließ die unangemeldete Demonstration gewähren. Vorbereitet war die Polizei auf Schlimmeres. Wasserwerfer, Räumpanzer und Absperrgitter standen bereit. Ein massives Polizeiaufgebot begleitete den Demonstrationszug auf allen Seiten. Weshalb dann zwei Teilnehmer mitten aus dem Demonstrations​zug auf der Weender herausgegriffen werden mussten, ist deshalb nicht nachvollziehbar, selbst wenn sie verbotene Quarzhandschuhe getragen haben sollten. Glücklicherweise blieb der erwartete Krawall aus.

Von Gerald Kräft

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