Versetzt: Der österlich geschmückte Baum stand zu Beginn der Woche im Kreiselrund, jetzt wird ihm dort eine Bodenhülse gebaut.
Als die Straße 2008 mit Anschluss an die B27-Neu ausgebaut wurde, bedankte sich die Baufirma in der Vorweihnachtszeit mit einer geschmückten Tanne bei den Autofahrern für ihre Geduld. Das Bäumchen wurzelte, war Ostern 2009 plötzlich österlich geschmückt, zum Jahresende wieder weihnachtlich. Und zum bevorstehenden Osterfest bringen seit Anfang März auch wieder bunte Ostereier fröhliche Farbtupfer auf den tristen runden Platz. Nein! Halt! Sie sollten es bringen. Sie sind seit Mitte der Woche weg.
Für den Osterschmuck hatte wieder Renate Schmidt aus Holtensen gesorgt. Mit 30 bunten Eiern an den Zweigen, „einfach so zur Freude aller“. Sie hatte den Schmuckdienst vor einem Jahr ganz heimlich übernommen. In diesem Jahr bekam die Oster-Tanne sogar noch eine zusätzliche Frühlingsnote durch eine gelbe Papiergirlande. „Die ist aber nicht von mir“, sagte Schmidt und rätselt, wer sich noch um das Bäumchen kümmert.
Das ist vorerst nebensächlich. Seit Mittwoch durchwühlen Bagger das Rondell. „Der Kreisel war nur provisorisch hergerichtet“, erklärt Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung. Jetzt werde er unter Regie des Landschaftsplanungsbüros Schwahn von der Baufirma R.S.T neu gestaltet. „Und er wird vor Ostern schön aussehen.“
Und der Weihnachtsbaum mit Osterschmuck? Den hat R.S.T ordentlich beiseite gelegt. Dort wird er wahrscheinlich bleiben. Denn damit Schmidt und andere auch den neuen Kreisel alle Jahre wieder zu Weihnachten und Ostern schmücken können, bietet die Stadt ganz spontan und bürgernah eine pfiffige Lösung an: In die Anlage wird eine Bodenhülse integriert. Dort können Weihnachtsbäume einfach eingesteckt werden.
Von Ulrich Schubert