Er habe der Speicherung und Veröffentlichung von Abbildungen seines Privathauses schriftlich widersprochen, teilte Schermann gestern mit. Ein Musterschreiben an die deutsche Google-Tochter Hamburger Google Germany GmbH fügte er gleich mit an. Die Privatsphäre der Bürger sei unantastbar, begründete Schermann seinen Schritt. Sie habe absolute Priorität vor jeder „unkontrollierten Datenschnüffelei“. Offenbar setze Google mit seiner zweifelhaften Methode der Datenerhebung und Veröffentlichung auf die Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit der Menschen. Das werde sich als tiefgreifender Irrtum erweisen, da sich am Ende die Mündigkeit und Kritikfähigkeit der Bürger durchsetzen werde.
Eine gesetzliche Regelung für die Veröffentlichung der Internet-Bilddaten hält der Landrat für notwendig. Das elektronische Observieren und Nachspüren der Menschen könne potenziell in einer Bespitzelung enden, ein Einfallstor in den Überwachungsstaat sein. Hier müsse von Anbeginn hartnäckiger Widerstand geleistet werden. Dem Missbrauch und dem Voyeurismus werde sonst Tür und Tor geöffnet.
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Kommentare
Alle Böse Hotte – 09.03.10
Es soll ja Leute geben die Angst davor haben das potentielle Einbrecher Ihr Haus mit Streetviev ersteinmal ausspionieren. Also nutzen Sie hier den Vordruck, schicken es an Google und lassen Ihr Haus schwärzen. Schoneinmal daran gedacht das wenn ein "Einbrecher" die Strassen mit Streetviev abfährt und plötzlich ein "geschwärztes" Haus entdeckt erst recht Neugierieg werden könnte, sich ins Auto setzt und mal vorbeifährt?Da gibt es aber auch eine lösung, wir stellen einfach Schranken an jede Strasse, wo Autofahrer aber auch Füssgänger natürlich nur mit einer von den Behörden ausgestellten berechtigung durchkommen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
der Landrat leser – 09.03.10
wenn er sonst keine probleme hat !er sollte lieber mit taten den landkreis nach vorne bringen !!
die google-diskussion ist doch nur viel rauch um nichts, viel reden ohne was zu sagen - provinzpoltik. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Noch was! Datenhamster – 09.03.10
Oh mein Gott:Ich habe ein furchtbare Entdeckung gemacht:
auf WWW.GIGAPIXEL-DRESDEN.DE gibt es ein Panoramabild mit einer Auflösung von über 16 Megapixeln der Stadt Köln. Man kann sogar so nah ranzoomen, dass man Autokennzeichen, ja sogar Menschen während sie lachen oder freundlichen Winken erkennen kann.
Also wenn ich das so sehe, dann hängt google aber ganz schön hinterher mit Streetview. So eine Bildqualität gibts da nicht.
Und irgendwie sind auch immer so komische Flecken auf den Gesichtern der Menschen.
Komisch...
Und so eine Diskussion wird in einer Universitätsstadt geführt.
Aber Spaß machts sich darüber lustig zu machen. Ich finds nus schade, dass Politiker für Panikmache bezahlt werden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
"The stupid! It hurts!" Der Bilddatenkraken – 09.03.10
Ja... ich fürchte mich auch schon schrecklich davor, dass Google meine Daten sammelt und sie zu Werbezwecken nutzt bzw. weiterverkauft, so wie es zum Glück nicht schon seit jeher von jeder Firma gemacht wird, die auch nur die banalsten Daten über Kunden in die Hände bekommt.Oder dass mein Recht auf Privatsphäre verletzt wird, wie es mit der Vorratsdatenspeicherung ja nie hätte passieren können.
Oder noch schlimmer: mein Boss wird bestimmt Tage damit verbringen, die ganze Stadt nach meinem Auto abzusuchen und könnte dann feststellen, dass ich falsch geparkt habe! (sobald er natürlich das unkenntlich gemachte Kennzeichen wieder sichtbar gemacht hat). Oder er sieht MICH, wie ich mich nicht korrekt verhalte! (er müsste mein Geschicht natürlich wieder erkennbar machen, aber er ist ja zum Glück ein Photshop-Meister, wie jeder andere Chef auch...)
Und wenn er mich dann deswegen gefeuert hat, und ich mich woanders bewerbe, wird mein neuer potenzieller Arbeitgeber vermutlich erstmal schauen, in welcher Gegend ich lebe, was ohne Street-View vermutlich nie möglich wäre. Und über Seiten wie Facebook, Twitter, MySpace, welches-VZ-auch-immer oder Lokalisten könnte der ja auch nichts über mich erfahren, da werden ja zum Glück gar keine persönlichen Daten gespeichert.
Ja, ich möchte lieber für jede Google-, Wikipedia- oder Bingsuche, für jede E-Mail, für jedes angeschaute Video auf Youtube und jeden Kommentar viel Geld bezahlen und viel höhere Telefon-, Internet- und SMS-Preise in Kauf nehmen, wenn ich mir dadurch diese ganze personalisierte Werbung ersparen kann...
(Wer die Ironie nicht finden kann, kann ja mal nach einer Definition von "Ironie" googlen)
Jaja, wir leben schon in einer schrecklichen Gesellschaft, in der uns Werbung einen komfortablen Lebensstil ermöglicht.
Dass das GT darüber berichtet ist ja verständlich, dass aber in der Zeitung, im Fernsehen und sonst wo so auf Google losgegangen wird (ich habe bis jetzt noch keine Gegedarstellung bzw. eine offizielle positive Meinung zu Gesicht bekommen), ist mir unbegreiflich...
Vielleicht gibt es den Leuten ja auch nur ein gemeinsames Feindbild, gegen den sie sich vereinen können... das hat im 3.Reich ja auch Prima funktioniert ;)
Zu guter Letzt sollten sich vielleicht nochmal alle überlegen, dass auch die bösen und schrecklichen Berichte über diesen bösen, schrecklichen, grausamen und rücksichtslosen Konzern letztlich nur PR für Google sind... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
PRO Street View Lutz K. – 09.03.10
Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht mehr. Im Grunde geht es doch nur daraum, dass es Google ist und nicht der Dienst. Sobald Google etwas vor hat, gerät es immer in die Kritik, ganz egal, wie gut und nützlich der Dienst sein könnte.Ich will nicht wissen, was das Tageblatt über seine Leser so alles speichert. Unterm Strich geht es doch immer darum möglichst viel über Kunden zu wissen. Ganz egal wer, auch ein GMX Freemail Account, hat das selbe Prinzip.
Entweder es gibt teure Bezahldienst oder man lebt eben damit, dass man "Werbung" ertragen muss, dafür den Dienst kostenfrei nutzen kann. Am ärgerlichsten ist doch die Kombination, wie die die Zeitungen und Magazine vorleben, oder kennt jemand eine Kauf-Zeitschrift, welche ohne Werbung ist?
Grüße
Lutz Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Vollkommen richtig! Innenstädter – 09.03.10
Genauso sieht es doch aus!Die Streetview- Debatte ist ein schönes Beispiel für die Inkompetenz und Ignoranz derer, die am lautesten schreien.
Da wird sogar in der Sonntagsausgabe des Extratip von der "Bilddatenkrake" die über Hecken schauen würde, gesprochen!
Ja Mensch, was für eine ungfassbare Neuigkeit das aber auch ist.
Google Eart und Bing Maps gibts ja auch nicht schon viel länger in ansehnlicheren Perspektiven- nein...
Soll ich noch einen draufsetzen liebe Unwissende?
Schaut mal auf www.goecam.de unter Panoramabilder.
Oh mein Gott! Mein Auto ist da sogar zu sehen. Was fällt den von Goecam blos ein? Sollte man die Betreiber dieser Seite jetzt auch verklagen weil sie unsere Stadt so lieben und deshalb in schönen Bildern ablichten?
Da fäält mir noch was ein:
"Die Kleingartenverordnung meiner Schwiegermutter z.B.":
Da heist es, dass die Hecke nicht zu hoch gewachsen sein darf- auch nicht um Blicke der Nachbarn zu unterbinden- ich wette Leute die diese Regeln aufstellen beschweren sich jetzt am lautesten.
Google Streetview ist ein geniales Projekt und jeder der sich mit den vorhandenen und leicht verfügbaren Details beschäftigt wird feststellen, dass "die nichts böses wollen"!
Im Gegenteil: Vielleicht wärs ja mal gut wenn Google und Co eine Nutzungsgebühr für ihre allzu selbstverständlich gewordenen Suchfunktionen verlangt.
Google ist wohl einer der wenigen Großkonzerne der nimmt aber auch gibt. Nehmen wir google Sketchup!
Ein komplett kostenloses CAD Zeichenprogramm. Einfach genial.
Streetview, Google Earth, Sketchup... all das ist ein großartiges Gesamtkonzept- vor allem für Schüler.
Im Mittelalter hat man auch alles verbrennen wollen was man nicht verstanden hat, stimmts?
Was ist blos los mit uns Deutschen- wo bleibt unsere Phantasie, Kreativität und technische Flexibilität???
Nur weil da ein seltsam anmutendes Fahrzeug durch die Dörfer fährt denkt gleich einer an eine Invasion extraterrestrischer Stasispitzel.
Wo bleibt der Vorschergeist der uns eins wirtschaftlich so vorangebracht hat?
Das digitale Zeitalter ist nuneinmal die Zukunft- vor allem für unsere Kinder. Es heist doch immer "spielend lernen"... warum nicht mit Streetview?
Dann erhöhnt sich vielleicht die Anzahl derer, die Göttingen auf einer Landkarte finden.
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Musterschreiben Florian Heinz, Online – 09.03.10
Lieber Herr Schroeder,das Musterschreiben ist jetzt verlinkt.
Viele Grüße,
Florian Heinz Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Google Street view Andreas Schroeder – 09.03.10
Wo ist denn das angekündigte Musterschreiben von Herrn Schermann hinterlegt? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenÜberwachungsstaat Carstensan – 09.03.10
Zitat R.Schermann "Das elektronische Observieren und Nachspüren der Menschen könne potenziell in einer Bespitzelung enden, ein Einfallstor in den Überwachungsstaat sein. Hier müsse von Anbeginn hartnäckiger Widerstand geleistet werden"Sagen Sie das doch bitte einmal Ihren Patrteikollegen die sich ja nach der kürzlich gekippten Vorratsdatenspeierung wehement für ein neues Gesetz einsetzen um den Bürgern wieder hinterherschnüffeln zu können. Herr Schermann ich nehme Sie beim Wort, lassen Sie nun auch Taten folgen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Wenn man keine Ahnung hat Grzbowski – 08.03.10
Alle reden von Privatsphäre und Google ist böse. Schaut euch doch mal auf Bing (Microsoft Suchmaschiene)Maps an, dann auf Luftbild und Vogelperspektive. Da kann man sogar hinters Haus in den Garten schauen und bisher scheints keinen zu Stören. Jetzt aber nicht sagen gibts doch schon mit Google-Earth, die Qualität der Bilder auf Bing ist deulich größer. Schaut euch einfach mal euer Haus dort an, Ihr werdet überrascht sein.Ps. Ich finde Streetview gut. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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