Göttingen. Gefunden wurde die Leiche der 26-jährigen Frau am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr in ihrer Wohnung in einem Studentenheim im Christophorusweg. Die Göttinger Polizei ist sich nach den bisherigen Ermittlungen sicher, dass die Frau, die seit dreieinhalb Jahren in Deutschland lebt, einem Kapitalverbrechen zum Opfer fiel.
Die Leiche habe keine äußerlichen Verletzungen aufgewiesen, erklärte Staatsanwaltschafts-Sprecher Andreas Buick am Donnerstag. Der Todeszeitpunkt könne nicht mehr als nur einige Tage vor dem Auffinden der Toten gelegen haben. Ein Sexualdelikt oder einen Raub schließen die Ermittler zum jetzigen Zeitpunkt aus, sagte Buick. Weil Tür und Fenster unbeschädigt sind, ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Opfer den Täter kannte und hereinließ. Auch war die Wohnung nicht verwüstet.
Unbestätigten Informationen zufolge soll die Frau, die an der Göttinger Universität im 7. Semester Medizin studierte, am vergangenen Wochenende von Bekannten lebend gesehen worden sein. Nachdem Freunde danach mehrfach vergeblich versucht hatten, sie zu erreichen, ließen sie schließlich am Mittwochnachmittag die Wohnung der Frau in einem großen Appartementkomplex gegenüber dem Universitätsklinikum öffnen und fanden die tote Frau.
Am Donnerstag wurde der Leichnam der 26-jährigen Studentin in der Göttinger Rechtsmedizin obduziert, teilten Staatsanwalt Buick und die Polizei am Donnerstag weiter mit. Über die dabei ermittelte genaue Todesursache wollen Staatsanwalt und Polizei zurzeit „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine präziseren Angaben machen.
Die Polizeiinspektion Göttingen richtete für ihre weiteren Ermittlungen eine 25-köpfige Mordkommission ein.Man ermittele mit Hochdruck in alle Richtungen, sagte eine Polizeisprecherin.
hein/fh
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