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Arbeitslosenquote steigt im Juli

Mehr Jugendliche ohne Arbeit, aber viele Angebote

Die Zahl der Arbeitslosen in Südniedersachsen liegt im Juli saisonbedingt um 5,3 Prozent höher als im Juni. Damit stieg die Zahl der Menschen, die im Agenturbezirk Göttingen arbeitslos gemeldet sind, erstmals seit Januar wieder an.
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Die Zahl der Arbeitslosen betrug 19 059. Die Arbeitslosenquote stieg von 8,1 Prozent im Juni auf 8,5 Prozent im Juli.

Besonders deutlich fiel der Arbeitsagentur zufolge der Zuwachs bei den arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren aus. Die Zahl erhöhte sich um 561, das sind 34,6 Prozent, auf 2182. Saisonbedingt steigen die Arbeitslosenzahlen im Juli üblicherweise an. Zum einen melden sich viele Jugendliche nach ihrem Schulabschluss, die mit einem Job die Zeit bis Studien- oder Wehrdienstbeginn überbrücken wollen. Zum anderen haben viele junge Frauen und Männer ihre schulische oder betriebliche Ausbildung beendet und sind nun auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Darüber hinaus endeten viele befristete Arbeitsverträge zum Quartalsende am 30. Juni.

„Die kleine Wolke am Arbeitsmarkt deute ich keineswegs als Vorboten auf ein großes Unwetter“, bewertete Klaus-D. Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Göttinger Agentur für Arbeit, die Julizahlen. Der Eingang der gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen zeige, dass viele Betriebe wieder optimistischer in die Zukunft blickten und Personal einstellten. Allerdings gebe es weiterhin Betriebe im Bezirk, die kurzarbeiteten, auch wenn die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer weit unter den Spitzenwerten des vergangenen Jahres liege.

Der Stellenzugang in der Agentur für Arbeit belief sich im Juli auf 1001 ungeförderte Arbeitsangebote, 830 davon sozialversicherungspflichtig. Damit konnte das positive Ergebnis des Vormonats annähernd erreicht werden. Lediglich 29 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden weniger gemeldet. Die Arbeitsagentur verweist zur Bewertung auf die Zahlen des Vorjahres. Im Vergleich zum Juli 2009 stiegen die gemeldeten ungeförderten Stellen um 51,4 Prozent, das heißt 340 Angebote. Im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Offerten stieg das Angebot in Jahresfrist um 244 Stellen, beziehungsweise 41,6 Prozent. Ungeförderte Stellenangebote liegen damit wieder auf dem Niveau 2008.

[Gerald Kräft]

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