Radfahrer: Gehören vor allem in der Stadt Göttingen zu den stark gefährdeten Verkehrsteilnehmern.
Die Polizeiinspektion Göttingen liegt laut Polizeichef Thomas Rath im Trend, weist aber eine Besonderheit auf: Wegen der Großbaustelle auf der Autobahn 7 krachte es dort häufiger. Bei Unfällen mit Personenschäden sind im Stadtgebiet Radfahrer überproportional betroffen.
Eine im Grunde „positive Bilanz“ zog Kruse aus den Unfallzahlen des vergangenen Jahres. Zwar stieg im Direktionsbereich die Zahl der Zusammenstöße um rund 5,6 Prozent auf 30227 (2008: 28619), die Zahl der getöteten oder schwer verletzten Verkehrsteilnehmer aber blieb annähernd gleich, sank sogar außerhalb geschlossener Ortschaften. Insgesamt starben auf den Straßen der Polizeidirektion dennoch 90 Menschen (88), elf davon bei „tragischen Unfällen auf der Bundesautobahn“. Beunruhigend ist laut Kruse nach wie vor die überproportional hohe Beteiligung junger Fahrer an Unfällen mit schweren Folgen: Etwa 19 Prozent der bei Verkehrsunfällen getöteten oder schwer verletzten Fahrer stammten aus dieser Risikogruppe.
Die sogenannten Baumunfälle (Zusammenstöße mit Bäumen) sind im Bereich der Polizeidirektion Göttingen zurückgegangen: 17 Menschen kamen dabei ums Leben – 43 Prozent weniger als 2008. Im Jahr 2009 stieg direktionsweit die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Knapp ein Fünftel der bei Unfällen 90 Getöteten waren Fahrer oder Insassen der jungen Altersgruppe. Mehr als die Hälfte jungen Kraftfahrer, die schwer verletzt oder getötet wurde, ermittelte die Polizei zudem als Unfallverursacher. Hauptunfallursache ist aus Sicht der Polizei nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit.
Das bereitet auch der Polizeiinspektion Göttingen Sorgen: Bei 21 Prozent liege der Anteil junger Fahrer, die bei schweren Unfällen schwere Verletzungen davontrugen oder ihr Leben verloren, berichtete der Leitende Polizeidirektor Rath. Bei Kontrollen in Stadt und Landkreis stellte die Polizei außerdem fest, dass junge Menschen unter 25 Jahren zu 43 Prozent an den registrierten Drogen- und Alkoholfahrten beteiligt waren.
Die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen ohne Autobahnen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 6188. Auf A 7 und A 38 krachte es 1118-mal, das sind 233 oder rund 26 Prozent mehr Unfälle als 2008. Zu 39 Prozent waren an den Autobahnunfällen Lastwagen beteiligt. Auf den Straßen in und rund um Göttingen starben zehn Menschen (2008: 16), vier davon Autoinsassen, drei Kradfahrer, zwei Radfahrer und ein Fußgänger. Beunruhigend ist aus Sicht der Polizei, dass 2009 90 Kinder im Straßenverkehr verletzt wurden, 26 mehr als im Vorjahr. 41 der Mädchen und Jungen fuhren in Autos mit.
Unter Alkohol sind im Göttinger Stadtgebiet auch viele Radfahrer unterwegs, nach wie vor eine besonders gefährdete Gruppe unter den Verkehrsteilnehmern. Fast ein Drittel der bei Unfällen verletzten Menschen waren auf zwei Rädern unterwegs. Rath kündigte an, auch 2010 wieder gezielte Radfahrerkontrollen durchzuführen, „um die Verkehrsmoral dieser so ungeschützten Gruppe zu erhöhen“.
Von Katharina Klocke
Kommentare
Informationsdefizit Anwohner – 23.03.10
Hiho,eigentlich wollte ich, nachdem ich am Samstag das Bild in der Print Ausgabe gesehen habe gar nichts schreiben.
Aber es ist einfach nur trostlos was man hier vorgesetzt bekommt. Keine Kontroversen immer nur den gleichen Mainstream. Darauf wollte ich nur mal hinweisen. Da können Sie weiter die Standardts lesen, steht immer das gleiche drin.
Seit ich Kinder habe sehe ich alles etwas anders.
Was hier in Deutschland läuft ist auch eine Folge der Informationspolitik, da beist die Maus keinen Faden ab.
Welche Themen ich meine habe ich ja unten schon geschrieben, wenn Sie an Kontroversen interessiert sind schauen Sie mal beim ef(minus) magazin rein.
Schreiben muss man da garnichts, einfach nur lesen. Lesen bildet bekanntlich.
Vielleicht verstehen Sie dann was ich meine.
Mit freundlichen Grüßen
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Zeit gewonnen ? pepeshrek – 22.03.10
Ja, man kann das Tageblättchen ob seiner oftmals recht unkritisch erscheinenden Berichterstattung kritisieren. Gefällt mir auch nicht.Aber auf die angeblich gewinnbringende "Diskussion" in pol. Interneforen hinzuweisen geht an der Sache vorbei.
Wer hat schon Zeit (und ich habs getan !) sich durch die elend quälend langen "Meinungen" der User hindurchzuforsten, sich darüber dann eine eigene Meinung bilden und adäquat zu antworten ?
Und wir reden ja nicht von einer Meinung auf die es zu antworten gilt, sondern von Meinungen im Dutzend.
Wer hat soviel Zeit ?
Und: Was bringt es ?
Da halte ich mich lieber an das heimische Blättchen, dazu ab und an "Welt" "Zeit" oder "FAZ" und halte mich so für gebildet genug HIER in diesem Forum meinen Serm loszuwerden.
Da verlustiert man sich wenigstens nicht... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Berichterstattung Anwohner – 22.03.10
Guten Tag,wolf hat Recht, zu einem ausgewogenen Artikel gehört ein ausgewogenes Bild.
Und ein Fahrrad unter einem Geländewagen ist KEIN ausgewogenes Bild. Hübsch gestellt.....
Aber man weiss es ja längst ausgewogene Berichterstattung ist nicht eine Stärke der Mainstreammedien (MSM).
Weder bei der Klimadebatte der Integrationsdebatte bei krimiellen Ausländern noch der aktuellen Diskussion um sexuellen Missbrauch bei Kindern.
Unangenehme Wahrheiten werden halt nicht gerne ausgesprochen.
Oder anders gesagt: schwierige Themen werden linkspopulistisch geschönt.
Das einzige was noch unvoreingenommen geschrieben wir sind Artikel über Osteransturm auf Gärtnereien oder wie ein Bekannter mal sagt" Schweinemastpreise in Sieboldshausen"
Wer politisch informiert sein will sollte politische (internet)Blogs lesen. Da kann man Mitdenken und unvoreingenommen diskutieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ein Anwohner
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Darum ! pepeshrek – 20.03.10
Weil Kinder die unschuldigsten Opfer bei Verkehrsunfällen sind, selbst wenn sie "schuld" sein sollten... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenPopulistisch Wolf – 20.03.10
Warum ein so reißerisches Bild zu dem Artikel, zumal es ja inhaltlich nicht deckungsgleich ist. Bitte nicht im GT, das haben Sie nicht nötig. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben