Navigation:
Aktuelle Beilagen Anzeigen- und Abo-Service
Nachrichten Göttingen Übersicht

Bilanz 2009 der Polizei

Mehr Unfälle, weniger Tote und Schwerverletzte

Mehr Unfälle, weniger schwer verletzte und getötete Verkehrsteilnehmer außerhalb geschlossener Ortschaften: So fasste Polizeipräsident Robert Kruse am Freitag zwei Erkenntnisse aus der Unfallstatistik der Polizeidirektion Göttingen zusammen.

Radfahrer: Gehören vor allem in der Stadt Göttingen zu den stark gefährdeten Verkehrsteilnehmern.

© HAZ
Lesezeichen setzen:

Die Polizeiinspektion Göttingen liegt laut Polizeichef Thomas Rath im Trend, weist aber eine Besonderheit auf: Wegen der Großbaustelle auf der Autobahn 7 krachte es dort häufiger. Bei Unfällen mit Personenschäden sind im Stadtgebiet Radfahrer überproportional betroffen.

Eine im Grunde „positive Bilanz“ zog Kruse aus den Unfallzahlen des vergangenen Jahres. Zwar stieg im Direktionsbereich die Zahl der Zusammenstöße um rund 5,6 Prozent auf 30227 (2008: 28619), die Zahl der getöteten oder schwer verletzten Verkehrsteilnehmer aber blieb annähernd gleich, sank sogar außerhalb geschlossener Ortschaften. Insgesamt starben auf den Straßen der Polizeidirektion dennoch 90 Menschen (88), elf davon bei „tragischen Unfällen auf der Bundesautobahn“. Beunruhigend ist laut Kruse nach wie vor die überproportional hohe Beteiligung junger Fahrer an Unfällen mit schweren Folgen: Etwa 19 Prozent der bei Verkehrsunfällen getöteten oder schwer verletzten Fahrer stammten aus dieser Risikogruppe.

Statistik der Polizeidirektion 

Die sogenannten Baumunfälle (Zusammenstöße mit Bäumen) sind im Bereich der Polizeidirektion Göttingen zurückgegangen: 17 Menschen kamen dabei ums Leben – 43 Prozent weniger als 2008. Im Jahr 2009 stieg direktionsweit die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Knapp ein Fünftel der bei Unfällen 90 Getöteten waren Fahrer oder Insassen der jungen Altersgruppe. Mehr als die Hälfte jungen Kraftfahrer, die schwer verletzt oder getötet wurde, ermittelte die Polizei zudem als Unfallverursacher. Hauptunfallursache ist aus Sicht der Polizei nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit.

Das bereitet auch der Polizeiinspektion Göttingen Sorgen: Bei 21 Prozent liege der Anteil junger Fahrer, die bei schweren Unfällen schwere Verletzungen davontrugen oder ihr Leben verloren, berichtete der Leitende Polizeidirektor Rath. Bei Kontrollen in Stadt und Landkreis stellte die Polizei außerdem fest, dass junge Menschen unter 25 Jahren zu 43 Prozent an den registrierten Drogen- und Alkoholfahrten beteiligt waren.

Statistik der Polizeiinspektion 

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen ohne Autobahnen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 6188. Auf A 7 und A 38 krachte es 1118-mal, das sind 233 oder rund 26 Prozent mehr Unfälle als 2008. Zu 39 Prozent waren an den Autobahnunfällen Lastwagen beteiligt. Auf den Straßen in und rund um Göttingen starben zehn Menschen (2008: 16), vier davon Autoinsassen, drei Kradfahrer, zwei Radfahrer und ein Fußgänger. Beunruhigend ist aus Sicht der Polizei, dass 2009 90 Kinder im Straßenverkehr verletzt wurden, 26 mehr als im Vorjahr. 41 der Mädchen und Jungen fuhren in Autos mit.

Unter Alkohol sind im Göttinger Stadtgebiet auch viele Radfahrer unterwegs, nach wie vor eine besonders gefährdete Gruppe unter den Verkehrsteilnehmern. Fast ein Drittel der bei Unfällen verletzten Menschen waren auf zwei Rädern unterwegs. Rath kündigte an, auch 2010 wieder gezielte Radfahrerkontrollen durchzuführen, „um die Verkehrsmoral dieser so ungeschützten Gruppe zu erhöhen“.

Von Katharina Klocke


  • Informationsdefizit Anwohner – 23.03.10
    Hiho,

    eigentlich wollte ich, nachdem ich am Samstag das Bild in der Print Ausgabe gesehen habe gar nichts schreiben.
    Aber es ist einfach nur trostlos was man hier vorgesetzt bekommt. Keine Kontroversen immer nur den gleichen Mainstream. Darauf wollte ich nur mal hinweisen. Da können Sie weiter die Standardts lesen, steht immer das gleiche drin.
    Seit ich Kinder habe sehe ich alles etwas anders.
    Was hier in Deutschland läuft ist auch eine Folge der Informationspolitik, da beist die Maus keinen Faden ab.
    Welche Themen ich meine habe ich ja unten schon geschrieben, wenn Sie an Kontroversen interessiert sind schauen Sie mal beim ef(minus) magazin rein.
    Schreiben muss man da garnichts, einfach nur lesen. Lesen bildet bekanntlich.

    Vielleicht verstehen Sie dann was ich meine.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Anwohner
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Zeit gewonnen ? pepeshrek – 22.03.10
    Ja, man kann das Tageblättchen ob seiner oftmals recht unkritisch erscheinenden Berichterstattung kritisieren. Gefällt mir auch nicht.
    Aber auf die angeblich gewinnbringende "Diskussion" in pol. Interneforen hinzuweisen geht an der Sache vorbei.
    Wer hat schon Zeit (und ich habs getan !) sich durch die elend quälend langen "Meinungen" der User hindurchzuforsten, sich darüber dann eine eigene Meinung bilden und adäquat zu antworten ?
    Und wir reden ja nicht von einer Meinung auf die es zu antworten gilt, sondern von Meinungen im Dutzend.
    Wer hat soviel Zeit ?
    Und: Was bringt es ?
    Da halte ich mich lieber an das heimische Blättchen, dazu ab und an "Welt" "Zeit" oder "FAZ" und halte mich so für gebildet genug HIER in diesem Forum meinen Serm loszuwerden.
    Da verlustiert man sich wenigstens nicht...
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Berichterstattung Anwohner – 22.03.10
    Guten Tag,

    wolf hat Recht, zu einem ausgewogenen Artikel gehört ein ausgewogenes Bild.

    Und ein Fahrrad unter einem Geländewagen ist KEIN ausgewogenes Bild. Hübsch gestellt.....

    Aber man weiss es ja längst ausgewogene Berichterstattung ist nicht eine Stärke der Mainstreammedien (MSM).
    Weder bei der Klimadebatte der Integrationsdebatte bei krimiellen Ausländern noch der aktuellen Diskussion um sexuellen Missbrauch bei Kindern.

    Unangenehme Wahrheiten werden halt nicht gerne ausgesprochen.
    Oder anders gesagt: schwierige Themen werden linkspopulistisch geschönt.

    Das einzige was noch unvoreingenommen geschrieben wir sind Artikel über Osteransturm auf Gärtnereien oder wie ein Bekannter mal sagt" Schweinemastpreise in Sieboldshausen"

    Wer politisch informiert sein will sollte politische (internet)Blogs lesen. Da kann man Mitdenken und unvoreingenommen diskutieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Anwohner







    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Darum ! pepeshrek – 20.03.10
    Weil Kinder die unschuldigsten Opfer bei Verkehrsunfällen sind, selbst wenn sie "schuld" sein sollten... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Populistisch Wolf – 20.03.10
    Warum ein so reißerisches Bild zu dem Artikel, zumal es ja inhaltlich nicht deckungsgleich ist. Bitte nicht im GT, das haben Sie nicht nötig. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kommentar schreiben

Anzeige

Anzeige

GT-Extra

GT-Extra

Göttingen und die Region aus der Vogelperspektive entdecken? Mit den Webcams des Tageblattes kein Problem.
weiter zum Artikel

Bilder, die bewegen: Das sind die Lokalen Videos des Tageblattes.
weiter zum Artikel

Das Wissen über die Geschichte der Region wird im digitalen Heimatarchiv des Tageblattes gesammelt. Hier geht es zu Wiki-Göttingen.
weiter zum Artikel

Seien Sie live dabei, wenn die Baketballer der BG Göttingen Jagd auf die Körbe machen.
weiter zum Artikel

Wissenswertes aus aller Welt, tolle Basteltipps und lustige Witze - das und mehr gibt es auf Taggi-Online zu entdecken.
weiter zum Artikel

In Sekundenschnelle auf dem Laufenden sein: Mit dem GT bei Twitter ist das möglich.
weiter zum Artikel

An jedem Mittwoch - und zusätzlich "Außer der Reihe" - veröffentlicht das Tageblatt ein neues Hörstück. Hier geht es zu den Podcasts.
weiter zum Artikel

Unsere digitalen Beilagen

Geschichtswerkstatt

Göttinger Zeitreise

Wir laden Sie herzlich zu einer Reise in die Vergangenheit ein und würden uns auch freuen, wenn Sie uns helfen, weitere Dokumente zu finden. Ein Film über die 1950er Jahre in Göttingen wird daraus entstehen. mehr


 

Leser werben Leser

Prämien-Shop

Werben Sie einen neuen Abonnenten, und wählen Sie Ihre Wunsch-Prämie aus über 2.500 Top-Prämien. mehr


 

Schuldatenbank




Ticketservice

Ganz vorne mit dabei

Egal ob regionale Veranstaltung oder internationaler Top-Show-Act. In unserem Tageblatt-Ticketshop können Sie bequem am Bildschirm die gewünschten Eintrittskarten kaufen. mehr


 

So entsteht das Tageblatt...

Dieses Video zeigt Ihnen die Arbeit von Redaktion, Rotation und Vertrieb im Druckhaus Göttinger Tageblatt. mehr


 

E-Shop

E-Shop

Der "Hohe Hagen" in Dransfeld: Ausgangspunkt für die Landvermessung durch Carl Friedrich Gauß und seit seit 100 Jahren Standort für den Gaußturm mit Panoramablick bis zum Harz, nach Hessen und Thüringen.
weiter zum Artikel

Göttinger Tageblatt Mediengruppe

Das Unternehmen im Überblick

Die Göttinger Tageblatt Mediengruppe ist das führende Medienhaus in Südniedersachsen – ein moderner Dienstleister für Kommunikation, Nachrichten, Werbung und Druck. mehr


 

Veranstaltungen

Tipps rund um die Uhr

Haben Sie Lust auf Nachtleben oder Oper? Darf eine Lesung sein oder eine Ausstellung? Hier finden Sie alle Termine. mehr