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Bei Fahrradkontrollen Brandstifter gesucht

Nach Brandanschlag: Linke Rechtsaufsteiger verdächtig

Von Jürgen Gückel

Ideenreich waren die Ermittler nach dem Brandanschlag in einer Teeküche im Kreishaus am 22. Januar. Das hat ganz Göttingen gemerkt. Die massiven Kontrollen von Radlern in der Innenstadt im Monat März waren eigentlich Teil der Fahndung nach dem Brandstifter.

Die Polizei suchte nach einem Fahrer, der sein Rad von rechts besteigt. Sechs Tage und über je acht Stunden wurden mit einem Großaufgebot tausende von Radlern in der City beim Ab- und Aufsteigen beobachtet. Das wird jetzt öffentlich, nachdem Rechtsanwälte der nach dem Anschlag Verdächtigten Inhalte der Ermittlungsakte preisgeben.

Demnach, so Rechtsanwalt Sven Adam, habe eine Videoaufnahme vom Tattag auf dem Hof des Kreishauses einen Verdächtigen von hinten gezeigt, der aufs Rad steigt – von rechts. Bei den Kontrollen war dann die Ermittlungsgruppe (EG) mit dabei, alle Rechtsaufsteiger genau zu visieren.

Die „EG Teeküche“ ließ sich noch mehr einfallen: Eine Zeugin hatte die Augenpartie des Verdächtigen gesehen und „dunklen Teint“ beschrieben. Weil unterstellt wurde, der Anschlag komme von „Linksextremisten“, wurde bei Linken nach dunkler Haut gesucht. Den Antrag, einen jungen Mann, der bei Demos aufgefallen war, rund um die Uhr zu observieren, lehnte die Staatsanwaltschaft ab, ihm DNA zu entnehmen, verweigerte das Gericht. Schließlich gab es außer der Hautfarbe kein Indiz. Gegen den trickreichen Versuch, ihn wegen angeblicher Verstöße bei Demos doch in die Verbrecherkartei zu bekommen, läuft ein Verwaltungsgerichtsprozess.

Geprüft wird wohl auch, ob die Polizei beim Scannen der in der Roten Straße beschlagnahmten Computer korrekt vorging. Gezielt wurde nach den Namen mehrerer Rechtsanwälte gesucht – möglicherweise das Ausspähen von Verteidigerpost, das einzig ein Gericht anordnen darf.

Gescheitert ist auch das Lahmlegen des weltweiten Indymedia-Internetservers in den USA, um die Identität eines Kommentators zu erfahren, der mit „Täterwissen“ geprotzt hatte. Dabei hatte der seinen vollen Namen genannt und wäre beim Googlen schnell als bekannter Aufschneider entlarvt worden.

Zuletzt fielen zwei Leute unter Verdacht, weil sie Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Kreis-Bedienstete geschrieben hatten. Der eine gehbehindert, der andere 80.

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  • @ normaler Bürger Peter Karsten – 14.08.10
    Oha! hat deine Butze wohl nen Farbbeutel zuviel abbekommen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Rechte Zecken und angepisste Redakteure Kritischer Kritiker – 14.08.10
    Erstens:
    Ich finde es immer wieder erschreckend, dass hier so viele irregeleitete und hirnlose rechte Dumpfbacken ihren Schwachsinn absülzen.

    Zweitens:
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die GT-Redaktion (und hier namentlich Gückel, der ja in der Vergangenheit nicht unbedingt als polizeikritisch aufgefallen ist) möglicherweise sauer auf sich selbt ist, weil sie kritiklos und ohne zu hinterfragen seinerzeit die Darstellung der Polizei übernommen hat.
    Ein bisschen mehr investigativen Journalismus kann man eigentlich als Leser des (gemessen an der inhaltlichen Ausbeute recht teuren) Tageblatts durchaus verlangen. Den RSS-Feed der Polizei kann ich schließlich kostenlos beziehen.
    Also in Zukunft bitte erst denken, dann schreiben.
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  • @ Normaler Bürger egal – 13.08.10
    Glorifizierung von Mao und Lenin? Ich weiß ja nicht in welchen linken "Büros" du da gewesen bist (oder wie lange das her ist). Würd ich gern mal sehen.
    Falls du den Müll den du schreibst wirklich glaubst bist du auch kein Normaler bürger sondern eher normaler Faschist und bei dir zuhause hängt wahrscheinlich ein Bild von Hitler.
    (im Übrigen hast du Pol Pot vergessen. Der wird immer übersehen)
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  • Linke Chaoten normaler bürger – 13.08.10
    Leider geht die Polizei noch nicht hart genug gegen linke Kriminelle und Chaoten vor. Die heulen immer rum wie böse doch die Polizei sei, aber wenden selber gerne SA-Methoden an. Brandstiftung, Randale in den Straßen die sie "Demo" nennen, Diffamierung von Andersdenkenden, Erpressungen von Buchläden Zeitschriften die Ihnen nicht passen aus dem Sortiment zu nehmen, stumpfe Parolen in anonymen Flugblättern, Hetze und Anstiftung zu Gewalt, Verprügeln Andersdenkender, Verbreitung von Lüge... etc.
    Wer einmal an den linken "Büros" in der Uni oder ihrem Café vorbeigeht und einen Blick herein wirft, der weiß was dort an der Wand hängt: Glorifizierungen von Mao (verantwortlich für mindestens 7 Millionen Tote in der Kulturrevolution), Lenin (verantwortlich für 250.000-1 Million Tote des Roten Terrors, inkl. Aufbau von Konzentrationslagern) und Che Guevara (verantwortlich für 179-2000 Erschießungen im kubanischen Gefängnis La Cabana).

    Es handelt sich hier also nicht um "tolerante" Menschenfreunde sondern Extremisten die unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat gefährden, wie damals SA und Frontkämpferbund.
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  • wie eifrig ! genervt – 13.08.10
    Wenn die Polizei mal soviel Mühe darauf verwenden würde nach rechten Kriminellen zu suchen würde ich mich sicherer fühlen.
    Ich bin mit einer Ausländerin verheiratet und schäme mich manchmal wirklich für die Göttinger Polizei !
    Statt nach linken Jugendlichen, sollte die Polizei Niedersachsen mal nach rechten Polizisten in Göttingen fahnden.
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  • peinlich - aber für wen verrat ich nicht – 12.08.10
    Klar legen die Cops mehr Engagement an den Tag, wenns gegen Linke geht - aber diese Erkenntnis ist weder neu noch orginell. Viel peinlicher ist diese ganze Sache für die so genannten "Journalisten", u.a. die vom GT, die im Januar und Februar eifrig aus den Pressemitteilungen der Polizei jeden Unfug abgeschrieben haben. Wenn es "immer" zwei Seiten zu betrachten gibt, so scheint man von der zweiten im GT immer erst ein halbes Jahr später zu erfahren. Prost! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • 'geprüft wird wohl auch' From da G – 12.08.10
    Was heißt denn hier 'wohl'? Fakten wären schon ganz nett, liebes GT.
    Hauptsache, der Artikel ist unterhaltsam und wird mit ner Pointe abgeschlossen.
    Die Polizei macht auch nur ihren Job, und ich denke, die ermittlungsbedingten Eingriffe in Privatleben werden auch gerne übertrieben. Eine andere Alternative wäre, nichts zu tun.
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  • @ Göttinger Schüler ich – 12.08.10
    Na, paranoid? Hoffe der Kommentar war nicht ernst gemeint, ansonsten würde ich dir drigend empfehlen, was gegen den Verfolungswahn zu unternehmen.
    Darf die Polizei jetzt mit keinem mehr sprechen, der nicht käseweiß sind, weil die ja alle unter "dunkleren Teint" fallen?
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  • 12-jähriger Schüler verdächtig! Göttinger Schüler – 11.08.10
    Heute führte wohl die "EG Schule" an einer als linksorientiert bekannten Schule eine als Verkehrstraining getarnte Undercover-Ermittlung durch. Für das vermeintliche Training mussten die Schüler unter Anleitung der Ermittler verschiedene gemeinsame Fahrübungen auf dem Fahrrad durchführen, ihre Fahrräder wurden vorher inspiziert.
    Dabei fiel ein Schüler auf, der nicht nur den passenden Teint aufwies sondern auch von rechts auf sein Fahrrad steigt. Zudem mussten seine Bremsen angeblich von den Beamten nachgestellt werden, was wohl der Aufnahme von DNA-Spuren diente.

    Die Ermittlungen werden offensichtlich fortgesetzt.

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  • von da geht soviel scheiß aus fingerwund – 11.08.10
    da kommt man mit dem denken garnicht hinterher Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Ich mag die Polizei! Black&White – 11.08.10
    Die machen das schon vollkommen richtig so! Ich bin für die Polizei. Immerhin waren sie stets da wenn ich sie mal brauchte.

    Also was soll das Theater?
    Es gibt nunmal nur zwei Seiten.
    Gut und Böse.

    Die Böse Seite regt sich hier aber am meisten auf!
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  • Jagd auf Nihil Baxter Lt. – 11.08.10
    Es scheint ja in Göttingen ziehmlich einfach zu sein auf die Fahndungsliste der Polizei zu kommen.

    Danke für den informativen Artikel.
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