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Weender Festhalle

Neuer Veranstaltungssaal mit 4,50 Meter Höhe


Nach der Abschiedsfeier am 4. Juli und den Abrissarbeiten in den vergangenen Wochen ist die alte Weender Festhalle nun endgültig Geschichte. Nur noch einige Trümmerhaufen, die entsorgt werden müssen, an Vereine und Feuerwehr verteiltes M obiliar und eine Baugrube sind übriggeblieben.

Baugrube für neues Mehrzweckgebäude: Die alte Weender Festhalle ist abgerissen.

© Pförtner

Voraussichtlich erst Anfang November will die Stadt mit dem Neubau eines Mehrzweckgebäudes am alten Standort beginnen. Wenn alles klappt wie geplant, sind Klassenräume, Hort und Schulmensa im Frühjahr 2011 fertig. Stadtverwaltung und Architekt besserten die ersten Entwürfe in den vergangenen Monaten mehrfach nach. Insbesondere die Nutzung von Schulmensa als Veranstaltungssaal war im Ortsteil und im Ortsrat auf Skepsis gestoßen.

Während einer Informationsveranstaltung in der Mensa der Personn-Realschule versuchte Harald Melzer, Leiter des Fachbereichs Gebäude und Immobilienwirtschaft, jetzt noch einmal Bedenken auszuräumen. Alle Wünsche des Ortsrates seien berücksichtigt worden, versicherte Melzer. Die geforderte Deckenhöhe von 4,50 Meter in der Mensa sei allerdings nicht zu realisieren. Mit Hilfe von Akustikern beim Bau sei die Höhe aber ausreichend, um fast jede Art von Veranstaltungen durchführen zu können, ist er überzeugt. Über der 80 Zentimeter hohen Bühne soll teilweise auf die Deckenabhängung verzichtet werden, sodass die Bühnenbeleuchtung direkt unter der fünf Meter hohen Decke angebracht werden kann.

Der Neubau sei eines der bedeutendsten Projekte der Stadt der vergangenen Jahre und wahrscheinlich auch der kommenden Jahre, so Melzer. Der Haushalt werde 2010 noch prekärer. Der Kostenrahmen müsse eingehalten werden. 4,75 Millionen Euro sollen über das Konjunkturprogramm II in Weende investiert werden. Die geschätzten Kosten lägen bereits bei rund 4,95 Millionen Euro, hatte Baudezernent Thomas Dienberg zuvor bereits im Bauausschuss des Stadtrates angemerkt.

Das neue Gebäude richtet sich am Vorgängerbau aus, die prägende Campus-Situation der Hainbund-Schule bleibt erhalten. Auf der Ostseite ist ein weiterer Zugang für die Schule am Tannenberg vorgesehen. Der derzeitige überdachte Pausenhof-Umgang auf der Nordseite der Festhalle wird in eine neue Pausenhalle integriert. Der Veranstaltungsbereich mit Pausenhalle, Mensa und Foyer, der in drei Räume unterteilt werden kann, wird rund elf mal 40 Meter groß werden und bietet Platz für rund 400 Sitzplätze. Im Obergeschoss sind weitere Unterrichtsräume und der neue Hort vorgesehen.

Vermietung über Ortsrat

Von den rund 20 Besuchern der Veranstaltung wurden Bedenken wegen der „schlauchartigen“ Halle vorgebracht, aber auch Zufriedenheit über neue Angebote für Familien und Schulen. Die Verwaltung sicherte zu, Veranstaltungen würden über den Ortsrat geregelt, nicht über die Schule.

Von Gerald Kräft

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