Einstimmig beschloss der Rat am Dienstagabend den schmalen Etat. Der Verwaltungshaushalt umfasst 554 000 Euro, der Vermögenshaushalt weitere 98 000 Euro. Von den Steuereinnahmen und Zuweisungen des Landes bleibt der Gemeinde derzeit weniger als nichts, es entsteht sogar ein Minus von 40 000 Euro. An den Landkreis, der mittlerweile 50 Prozent der anrechnungsfähigen Einnahmen kassiert, gehen 200 000 Euro, an die Samtgemeinde (62 Prozent) 250 000 Euro. „Ein bisschen die Steuern erhöhen, würde gar nichts bringen – im Gegenteil“, beklagte Bürgermeister Dietmar Bode (SPD). Die Gemeinde müsste nicht nur alles abgeben, sondern auch noch 0,8 Prozent obendrauf legen, rechnete er vor.
Die Gemeinde muss sehen, wie sie mit einigen Miet- und Nebeneinnahmen und 25 000 Euro Konzessionsabgabe vom Stromversorger Eon über die Runden kommt. Diese Jahr wird mit nur noch 7000 Euro Gewerbesteuer gerechnet. Im vorigen Jahr gab es nach Abzug von Rückzahlungen keinen Euro. Immerhin fließen noch rund 4000 Euro Hundesteuer in die Kasse.
Die Gemeinde leistet sich nur ein paar tausend Euro Zuschuss für die beiden Dorfgemeinschaftshäuser in Barlissen und Jühnde. Mit Hilfe des Konjunkturprogramms soll eine neue Heizungssteuerung in die Friedrich-Spielmann-Halle eingebaut werden. Die 1050-Jahre-Feierlichkeiten sollen sich selbst tragen. Für die Straßenunterhaltung sind nach dem strengen Winter 15 000 Euro vorgesehen. Für die Kinderspielplätze gibt es 1500 Euro. Die Sanierung der Straße Alte Siedlung wird ins nächste Jahr verschoben. Die Rücklagen werden auf 44 000 Euro zusammenschmelzen. In den kommenden Jahren drohen auch in Jühnde Defizite. Er werde keine Gelegenheit auslassen, die unhaltbare Situation der Kommunen bei Bundes- und Landtagsabgeordneten vorzutragen, kündigte Bürgermeister Bode an.
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