Gefahr für Reifen: Im gesamten Stadtgebiet sind wie hier im Düstere Eichenweg durch Winterfröste Krater und Kanten im Asphalt entstanden.
Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) entschied jetzt, dass ein von der Tiefbauverwaltung entwickeltes Sanierungsprogramm sofort umgesetzt werden soll, wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen. Finanziert werden die Arbeiten aus dem für 2010 zur Verfügung stehenden Budget zur Straßenbauunterhaltung. Wenn das Geld nicht reichen sollte, müsse im Verlauf des Jahres über mehr entschieden werden, so Meyer. „Jetzt steht aber eindeutig die Verkehrssicherheit im Vordergrund.“
Besonders stark betroffen sind die hoch belasteten Hauptverkehrsstraßen älteren Ausbaustandards wie Düstere Eichenweg/Kreuzbergring, Maschmühlenweg, Königsallee, Nikolausberger Weg, Weender Landstraße, Grätzelstraße, Greitweg, Martin-Luther-Straße oder Merkelstraße. In Abstimmung mit der Polizei stellte die Stadt zur Verkehrssicherheit bereits Warnschilder auf und ordnete Geschwindigkeitsreduzierungen an. Darüber hinaus sei eine Reihe von Sammel- und Anliegerstraßen in Wohn- und Gewerbegebieten stark in Mitleidenschaft gezogen worden, so die Verwaltung. Die Liste gravierender Schäden umfasse fast 70 Straßennamen. Die Arbeiten – überwiegend Einbau neuer Fahrbahndecken nach Abfräsen – würden voraussichtlich bis in den Sommer andauern. Bereits begonnene Maßnahmen hätten wegen des Wintereinbruchs abgebrochen werden müssen. Das gesamte Schadensausmaß werde erst nach Einsetzen der Tauperiode sichtbar.
Der Landkreis Göttingen muss noch nicht wie Northeim zu Straßensperrungen greifen. Der Städte- und Gemeindebund schätzt die Winterschäden in allen Kommunen auf 3,5 Milliarden Euro und fordert Geld vom Bund.
Von Gerald Kräft
Kommentare
Löcher im Asphalt Peppi – 11.03.10
Zwei jüngere Diskussionsthemen zeigen eine riesige Diskrepanz auf: Selbstverständlich wollen alle glatte Straßen, deren Oberfläche i.d. R. aus Asphalt besteht. Nur die Herstellung dieses Materials wird (teilweise zu recht) verteufelt, sobald es im eigenen Umfeld geschehen soll. Fazit: Zurück zu Schotterpisten.Resultat: Kaum noch Raser und Löcher lassen sich kostengünstig stopfen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Qualifizierter Strassenbau Teerschreck – 10.03.10
Wenn ich die höchst qualifizierten und mit der Materie befasst, chemische und physikalische Zusammenhänge und Reaktionen auf Temperatur und (Press)-Druck verstehende ausgebildeten und best motivierten Asphaltbauer bei ihrer Gruppen-Tätigkeit ansehe, wie sie sorgfältig und präzise schadhafte Asphaltoberflächen entfernen, danach mit elegantem und langjährig geübtem Schwung den neuen Splitt punktgenau in das zuvor aufgefräste Schadloch einführen und einwerfen, danach mit der Strassenwalze das Ganze zu einer Einheit verbinden, sodass man die qualifiziert ausgeführte Arbeit , weil so gut, kaum mehr erkennen kann, danach wird noch ein Hauch von flüssem Teer, quasi wie ein Finish oder sanfte Politur eingebracht, sodann alle entbehrlichen Arbeitsreste besenrein entfernt, dann weiss ich auch, dass die geschätzten 1,2 Millionen bestens verausgabt worden sind. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenStarssenschäden pepeshrek – 10.03.10
Meine Vorredner haben Recht.Hauptgrund für die vielen Schäden sind die "Billigbeseitigungen". Grundsanierungen kosten Geld, halten aber länger.
Die Kommune geht den einfachsten Weg und meint noch Geld dabei zu sparen.
Auch Recht haben sie wenn sie sagen das die Zeitung nicht die wirklichen Probleme anspricht und den Finger in die Wunde(n) legt, wie es eigentlich angesagt wäre.
Sie ist zu feige, weil sie Sanktionen befürchtet, wegbrechende Werbeeinnahmen oder was auch immer.
Probleme werden nur angerissen, skizziert, nicht wirklich auf den Grund gegangen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Presse Presse, wie konntest du nur so tief sinken – 10.03.10
Leider erfährt man seit einigen Jahren mehr aus den Kommentaren, als aus der Zeitung.Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Lebendige Zeitung hier Lustiger Leser – 10.03.10
was man alles erfährt, wenn man hierdie Kommentare liest, viel spannender
als die redaktionellen Beiträge. Ich frag mich nur, warum denn die Redaktion nicht auf das eingeht, was die Bürger wirklich bewegt.
Gibt hier so allgemein einige interessante Denkanstösse, vielleicht
sollte die Redaktion mal mehr zu Hintergrundinfos berichten, weniger das, was ihnen so an Pressemeldungen der Verwaltung auf den Tisch kommt und das abschreibt.
Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Seit Jahren Straßenschäden … A. N. – 10.03.10
Das Problem ist das oberflächliche Ausbessern der Verkehrswege, welches dazu führt, daß die Straßen nach kurzer Zeit erneut beschädigt sind. Eine grundsanierte Straße hält jahrelang, allerdings hat die Stadt in dieser Hinsicht andere Prioritäten. Warum wird der Düstere Eichenweg (eine wichtige Hauptverkehrsstraße!) nicht mit Zuschüssen des Landes grundsaniert? Weil dann die 30 km/h-Begrenzung wegen „Straßenschäden” aufgehoben werden müßte. Da wird lieber die Verkehrssicherheit (fahren Sie mal Fahrrad oder Roller auf dieser Straße) außer acht gelassen, damit gewisse Anwohner ihren Willen bekommen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenBeteiligte haftbar machen Nachfrager – 10.03.10
Jeder sollte für seine Arbeit entsprechende Verantwortung tragen.Warum sollen den die Autofahrer und Steuerzahler für Schäden haften, die sie nicht zu vertreten haben ?
Wenn man sich den Pfusch an der Straße genauer ansieht kann man oft schon beim Straßen bauen beobachten, dass wohl das, was da geteert und gefedert wird, nicht lang hält. Entweder wird es oftmals, nachdem die Straße fertig ist, wieder aufgerissen, weil die
Untergrundarbeit unzureichend ist oder wieder mal was vergessen wurde oder ein Rohr geplatzt oder gerissen, oder nach wenigen Monaten oder Jahren erkennt man die ersten Verschleisserscheinungen dort, wo gepfuscht wurde.
Würden die städtischen Planer, Konrolleure, sonstig am Bau beteiligte Mitarbeiter für ihre Arbeit verantwortlich, sollten sie die Kosten für die Sanierung selbst bezahlen.
Wenn die persönliche Haftung für das, was da falsch gemacht worden ist eingeführt wird, wird es in Zukunft keine Schlaglöcher und Flickenteppiche auf den Straßen geben. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Billig hält halt nicht ewig geizistgeil – 09.03.10
Ich schätze es ist fünf oder sechs Jahre her, dass in der Goßlerstraße Kopfsteinpflaster mit einer wenige Zentimeter dicken Schicht übergeteert wurde. Schon nach kurzer Zeit waren erste Macken zu beobachten. Auch vor diesem Winter war der Belag besonders vor der Ampel am Kreuzbergring wegen der anfahrenden Busse schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Winter fehlt der Belag an der Seite großflächig und man muss als Radfahrer weit auf die Straße ausweichen. Da fragt man sich schon, ob ein wirkliche Sanierung mit geeignetem Unterbau nicht vielleicht wirtschaftlicher gewesen wäre. Aber unsere städtischen Experten sparen ja lieber bei Straßen als bei Stellen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenSelbst Schuld Lochspezialist – 09.03.10
Stümper und Schlamper sind für die katastrophalen Zustände auf den genannten Straßen verantwortlich, nicht der Frost.Wenn man die Fahrbahnen mit qualifizierten Mitarbeitern teeren und ausbauen liesse, gäbe es auch keine Frostschäden.
Man braucht sich doch die Fahrbahnen oder Straßen nur einmal genau anzusehen: Flickwerk, ständig wird die Fahrbahn aufgerissen, weil wieder mal irgendeine andere Stümperarbeit zu Rohrbrüchen o.ä. geführt hat, dann wieder zuschütten und mit der Planierraupe flachmachen, ohne jedes Interesse an sorgfältiger Ausführung.
Wenn das zuständige Straßenbauamt auf notwendige qualitäterforderliche Arbeitsausführung achten würden, gäbs diese Schäden nicht, aber den ist das offenbar völlig egal oder die sind selbst nicht qualifiziert.
Andererseits glaube ich, dass die Tiefbauunternehmen das bewusst in Kauf nehmen, weil, naja, dann gibts eben wieder neue Aufträge nach dem Frost, ist doch prima...wir Autofahrer zahlen das schon... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kommentar schreiben
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein!