Aus- und Umbau: Die Sanierung des Feuerwehrhauses Niedernjesa nutzt die Wehr für einen Anbau in Eigenleistung.
Hinzu kommt der Kernort Friedland, der Städtebauförderung bezieht. Mehr als eine Million Euro Zuschüsse hat es in der vergangenen Dekade gegeben.
In diesem Sommer nun ein weiterer Bauboom. Dank des Konjunkturpakets II werden die Grundschule Friedland und das Feuerwehrhaus Niedernjesa „energetisch saniert“, wie der Einbau wirksamer Wärmedämmung neudeutsch heißt. Von den 435 000 Euro Baukosten für die Schule trägt das Programm 280 000. Zusätzlich zur Sanierung der Dämmung samt neuem Dach im Altbau wird die Pausenhalle erneuert – Ersatz für den undichten Glasbau. Schon zum Schulbeginn nächste Woche soll das Wichtigste fertig sein, spätestens zum 30. September der Rest.
In Niedernjesa belaufen sich die Baukosten auf 435 000 Euro. 280 000 kommen aus dem Konjunkturpaket. Die Feuerwehr steuert viel Eigenleistung bei, denn sie nutzt den Umbau, um den Kameradschaftsraum zu erweitern und ein Lager anzubauen. Besonders schick geriet der Schlauchturm. Er wird nicht mehr benötigt, sollte als markantes Wahrzeichen aber stehen bleiben. Tierschützer haben ihn schon als Ort für ein Storchennest ausgemacht, was die Gemeinde mit Hinweis auf die Statik aber ablehnte.
Größtes Einzelprojekt ist die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Niedergandern (Tageblatt berichtete). 600 000 Euro betragen die Kosten, davon 125 000 Euro Förderung aus der Dorferneuerung, 150 000 vom Straßenträger und 95 000 Fördermittel des Landes (GVFG). Den Rest müssen Anlieger und Gemeinde tragen. In Klein Schneen ist in den vergangenen Jahren das gesamte Dorf (mit Ausnahme eines Straßenstücks, in das Anlieger nicht investieren wollten) saniert worden. Gerade erstrahlt der Thie in neuem Glanz.
In Friedland wurde im Rahmen der Städtebauförderung (Zuschuss je ein Drittel der Kosten) die Bäckergasse (Kosten: 50 000 Euro) neu gestaltet und eine neue Brücke über den Mühlengraben (50 000) gebaut. Noch in diesem Jahr wird in Stockhausen eine Querungshilfe zwischen Schützenhaus und nördlichem Dorf für 60 000 Euro erstellt. Schließlich wurde in Groß Schneen ein neuer Kanal (67 000) fertig, der das Neubaugebiet entwässert und nebenbei acht Prozent des Regenwassers von der belasteten Kanalisation im Dorfkern fern hält.
In Planung sind die Dorferneuerung Reckershausen mit Baukosten von einer Million, davon rund 380 000 Euro Zuschuss. In Friedland wird demnächst die Straße Am Hagen (300 000) saniert. Elkershausen darf die Umgestaltung des Thie und des Kirchumfeldes für 80 000 Euro (aus Dorferneuerung 37 000) erwarten, und in Deiderode wird für 45 000 Euro noch in diesem Jahr die Straße Am Bühgraben hergerichtet.
Allein der Wasserverband Leine Süd hat 2010 rund 1,7 Millionen Euro in Kanal- und Leitungsbau im Gemeindegebiet Friedland investiert, davon 640 000 in Klein Schneen, 450 000 im Zusammenhang mit dem Bioenergiedorf in Reiffenhausen und 250 000 in Niedergandern. Für die Pumpstation und Steuerungstechnik in Niedernjesa mussten zudem 285 000 Euro aufgewendet werden.
Kommentare
Zahlen Frank – 29.07.10
Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses sind nicht korrekt, weil zu hoch angegeben. Etwa die Hälfte der Kosten wäre richtig gewesen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben