Die vertraglichen Vereinbarungen für die Übergabe des städtischen Freibads in eine andere Trägerschaft sollen bis Ende 2011 vorliegen, hat die Kommunalaufsicht zur Genehmigung der Haushaltssatzung 2010 gefordert. Die Hardegser Ratsgruppe hat beantragt, dass Freibad bis zum genannten Termin in eine private Trägerschaft zu überführen. Deshalb bittet die Stadt Bürger, Vereine und Vertreter der Wirtschaft gemeinsam daran zu arbeiten, dass das Freibad erhalten werden kann.
Die nackten Zahlen sprechen für sich. Während die jährlichen Ausgaben laut Stadtverwaltung im Durchschnitt bei 170 000 Euro liegen, betragen die Einnahmen nur etwa 30 000 Euro. Bei etwa 25 000 bis 26 000 Besuchern pro Saison zahlt die Stadt im Schnitt 5,50 bis sechs Euro pro Besucher drauf. Zu bedenken sei dabei laut Verwaltung, dass 70 000 Euro von den Ausgaben kalkulatorische Kosten sind. Dennoch stellt Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos) fest, dass die Stadt bei der derzeitigen Finanzmisere das Freibad allein nicht mehr halten könne. Es gehe nicht darum, das Freibad zu schließen. Vielmehr brauche die Stadt Hilfe dabei, den Betrieb aufrecht zu erhalten.
Als möglichen Weg zeichnet Sjuts zum einen die Bildung eines Trägervereins auf. Eine andere Möglichkeit wäre es, einen Förderverein ins Leben zu rufen, der die Stadt mit finanziellen Mitteln und Arbeitsleistung unterstützen würde. Auch die Gründung einer Genossenschaft zur Erhaltung des Bades – wie in Nörten-Hardenberg für das Hallenbad – käme für die Stadt in Frage. Bei allen Varianten würde sie einen Teil der Kosten übernehmen, versichert der Bürgermeister.
Die Informationsveranstaltung für alle, die das Freibad retten wollen, ist angesetzt am Dienstag, 7. September, um 19 Uhr im Muthaus der Burg Hardegsen.
Von Ute Lawrenz
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