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Abschiedsfest

Sterntheater verkauft, Wohnhäuser geplant

Von Katharina Klocke

Das Sterntheater an der Göttinger Sternstraße hat den Besitzer gewechselt. Damit haben die Leinwände in dem 50er-Jahre-Kino ab Mitte Februar endgültig ausgedient: Auf dem Grundstück soll nach Abriss der Gebäude eine Wohnbebauung entstehen.

Das 1949 gebaute Sterntheater war in seinen Anfangsjahren das größte Filmtheater Göttingens. 1955 übernahm der Kino-Mogul Kurt Krause das Haus. Seitdem ist es im Eigentum seiner Familie. Im Jahr 2009 stiegen die Vereinigten Kinobetriebe als Betreiber ein. Ende vergangenen Jahres kündigte die Betreibergesellschaft in Anbetracht des im Februar 2011 auslaufenden Mietvertrages ihren Mitarbeitern (Tageblatt berichtete). Ohne dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen werde man das Kino nicht weiter führen, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens.

Eine Sanierung wurde seitens der Eigentümer angekündigt, wird nun allerdings nicht mehr in die Tat umgesetzt. „Das Sternkino hätte vielleicht überlebt, wenn es Zugriff auf Filme des A-Staffel-Bereichs gehabt hätte“, sagt Eigentümer Wolf Lübcke. Der Bau des Cinemaxx habe allen Göttinger Kinos zu schaffen gemacht. Statistiken zeigten, dass die Besucherzahlen in den Kinos weit hinter dem wirtschaftlich notwendigen zurückblieben. „Das Cinemaxx ist eine zu große Konkurrenz“, begründet Lübcke den Verkauf an einen Investor, der nicht dem cineastischen Bereich entstammt. Nach Auskunft des Käufers sollen auf dem Areal sogenannte Stadtvillen entstehen.

Mittlerweile haben viele Menschen ihr Bedauern über die Schließung des Kinos ausgedrückt. Der Behindertenbeirat Göttingen etwa erklärte, damit bleibe Rollstuhlfahrern für einen Kinobesuch nur noch das Lumière. Im Multiplexkino gebe es ausschließlich Plätze vor der ersten Reihe, „von dieser Position ist es nicht möglich, das Geschehen auf der Leinwand zu verfolgen“, so der Vorsitzende des Behindertenbeirats, Christian Herwig.

Am Montag, 14. Februar, ist im Sterntheater ein Abschiedsfest geplant. Beginn ist um 18 Uhr mit einer Vorführung des vom Tageblatt produzierten Films „Die 50er Jahre in Göttingen“, der im Zuge der Geschichtswerkstatt „Göttinger Zeitreise“ entstand. Um 19 Uhr beginnt unter dem Titel „Magie vom anderen Stern“ eine Show mit dem Magier Martin Lübcke und der Sängerin Emmi Berg. Mitwirkende sind außerdem der Handstandartist Robert Choinka und der Comedian Martin Sierp.

Ticketkauf und -reservierung: täglich von 17 Uhr unter Telefon 05 51 / 7 50 32 an der Kasse des Sterntheaters. Tageblatt-Abonnenten können im Internet unter www.goettinger-tageblatt.de, Abo-Plus, einen Gutschein für eine Ermäßigung ausdrucken.

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  • zensierte kommentar Wayne – 04.02.11
    An dieser Stelle wurde durch die Redaktion ein Kommentar gelöscht, da er nicht den Nutzungsbedingungen entsprach. Die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare auf den Internetseiten des Tageblattes finden Sie hier: http://www.goettinger-tageblatt.de/Portal-Service/Nutzungsbedingungen, fh.
  • Gelöschter Kommentar anro – 04.02.11
    ich versuche später zu Hause, den Kommentar irgendwo ins Netz zu stellen bei Monsters Göttingen oder Facebook. Auf der Arbeit bekomme ich das jetzt nicht hin. Wer mir aber seine E-Mail Adresse unter sternkino-goettingen@web.de schickt, dem sende ich den Kommentar.
  • auch gelöscht ..-.. – 04.02.11
    Mein letzter Kommentar wurde auch gelöscht! unglaublich!
  • Wo ist der Kommentar ..-.. – 04.02.11
    Der Kommentar vom Informierten ist schon wieder weg!!! zu unangenehm die Wahrheit? anro! bitte mach' doch was. Hast Du ihn noch irgendwo?
  • Pfui deibel! ..-.. – 04.02.11
    Danke, Informierter für Deinen Kommentar! Tja, ich wäre immer noch bereit für das Kino zu arbeiten. Aber hier stinkts ja wo ganz anders. Ist doch zum K... Das ist ein Skandal, ein Kino zu schliessen, was eigentlich passabel läuft, Kultur in die Stadt bringt, "die Wissen schafft". Und nicht LÖSCHT. Hey anro, merci!
    Liebes Göttinger Tageblatt, lassen Sie doch mal kritsche Berichte/Informationen einfach mal stehen. Wieso haben Sie diese Informationen nicht gehabt? Ich freue mich jedenfalls um eine umfassende Aufklärung in der Stadt, "die Wissen schafft".
  • Kopie Gerüchteküche – 04.02.11
    Sollte der Kommentar wieder gelöscht werden, kann man ihn z.B. auf Monsters wiedergeben und darauf verweisen.
    Zu den Ursachen der Löschung: es sieht nicht nach Zufall aus, dass es sich um einen Investor aus dem Eichsfeld mit einem gewissen Ruf handeln soll.
    Im Eichfelder Teil wird auch immer gelöscht, wenn bestimmten Kreisen die Kommentare nicht genehm sind.
  • Kommentar - Der Informierte anro – 04.02.11
    An dieser Stelle wurde durch die Redaktion ein Kommentar gelöscht, da er nicht den Nutzungsbedingungen entsprach. Die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare auf den Internetseiten des Tageblattes finden Sie hier: http://www.goettinger-tageblatt.de/Portal-Service/Nutzungsbedingungen. (pto)
  • weg aus Gö? asdf – 04.02.11

    Nicht jeder kann es sich leisten, einfach in eine andere Stadt zu ziehen, weil hier das Kulturangebot so schlecht ist, oder weil er den Autoverkehr in der Stadt nicht mag (den gibt es übrigens auch in Kassel). Das können vielleicht Studenten machen, oder hochqualifizierte junge Berufstätige ohne Familie. Aber Normalverdiener mit Familie?

    Und ob man unbedingt in Kassel wohnen möchte? Eine schicke "Stadtvilla" in Wilhelmshöhe und die Pendelei mit dem ICE muss man sich auch erst mal leisten können.

  • KOMMENTAR ARnoh – 04.02.11
    Ich will den gelöschten Kommentar lesen! Das Redaktionsteam könnte doch mal ein bisserl Rückgrat zeigen ....
  • Danke für den Kommentar, der jetzt wech ist... vita – 04.02.11
    der Informierte hat sehr gute Sätze geschrieben, denn da liegt das Problem.

    Die Besitzer verdienen an einem Kino nichts. An Stadtvillen auf dem Grund aber sehr wohl sehr viel.

    So machen Profit und die Gier, den Hals nie voll zu kriegen, unsere Stadt kaputt und die Monopolmeinung hält still und hilft dabei mit.

    Sehr schade!
  • neugierig gemacht etta – 04.02.11
    Dann versuchen Sie doch bitte, den Inhalt des so überzeugenden Kommentars des "Informierten" in Worten wiederzugeben, die redaktionell nicht zu beanstanden sind. Würde mich interessieren.
  • der informierte icke – 04.02.11
    Ich bin froh das ich den Kommentar von dem informierten noch gelesen habe. Warum der gelöscht wurde verstehe ich nicht. Dieser Kommentar hat ein ganz anderes Licht auf die Schließung geworfen. Statt ihn als unbequem einfach zu löschen hätte ich eher mal die nachfragen eines Reporters erwartet um zu sehen was wahres drann ist. Und das sich dieser Kritik gestellt wird. Oder hängt das Tageblatt zu sehr mit in dem Sumpf drin. Oder taugt das GT wirklich nichts. Schade liebes GT
  • Kassel - wer geht da freiwillig hin? vita – 04.02.11
    Wir waren am letzen Sonnabend in Kassel und ich war schockiert, wie diese Innenstadt aussieht. Kaputt, Leerstand, heruntergekommene Bauten, kaum Menschen mal von den Galerien mit Geschäften abgesehen und alles in allem ein Ort vor dem man nur fliehen möchte.

    Wilhelmshöhe ist das, was diese geplanten "Stadtvillen" auch sind - hochpreisig und nichts für Normalverbraucher, wie auch die ganzen innenstadtnahen Bauten der letzten Jahre in der Bunsenstraße und an anderen Orten.

    Es verändert sich viel für Geld zurzeit, aber Kassel ist noch viel schlimmer.
  • Sterntheater - Der Informierte anro – 04.02.11
    Schade, dass GT den Kommentar von "Der Informierte" gelöscht hat. Der Insiderkommentar hat mir die Augen geöffnet. Wie naiv von mir zu glauben, in Eigeniniative mit Gleichgesinnten nach Lösungen zur Rettung des Kinos zu suchen. Der Kommentar war zwar etwas heftig formuliert, aber es steckte mit Sicherheit sehr viel Wahrheit drin. Ich habe ihn mir rechtzeitig kopiert, ich schicke ihn bei Interesse gerne zu (E-Mail-Adresse weiter unten). Bezeichnend aber auch für das GT, ausgerechnet diesen Kommentar zu löschen, der anderen Lesern ebenfalls die Augen geöffnet hätte.
  • @swf Spectator – 04.02.11
    ... und immer wieder das gleiche Lied: bekommen Sie eigentlich Zuwendungen aus der Kasse für Öffentlichkeitsarbeit in Kassel?

    Warum sind Sie nicht längst dort und verschonen die Göttinger Leser mit den immergleichen Tiraden, die meistens eher beiläufig mit dem Thema zu tun haben?

    Kassel Kassel Quassel
  • Kino Grundsteuerzahler – 04.02.11
    Das Kino meiner Kindheit ... schade das es jetzt so endet , ein Stück Göttinger Geschichte muß mal wieder einer Stadtvilla weichen , typisch für Göttingen
  • Kino swf – 04.02.11

    Die beste Lösung ist wohl: Einfach aus Göttingen wegziehen.

    Wenn man kann, sucht man sich anderswo einen Studienplatz oder eine Arbeitsstelle. Wer es sich finanziell leisten kann, kann z.B. auch nach Kassel ziehen und mit dem ICE nach Göttingen pendeln. In Kassel gibt es noch ein paar Programmkinos.

    In Kassel-Wilhelmshöhe soll es schöne Wohngegenden geben, der ICE hält fast vor der Türe. Kassel hat zwar keine schöne Altstadt, aber die City in Gö ist sowieso nur voll mit Autos und Bussen, da hat man auch nicht so viel davon.

    Warum also in Gö bleiben?
  • sterntheater wird abgerissen ! der informierte ! – 03.02.11
    An dieser Stelle wurde durch die Redaktion ein Kommentar gelöscht, da er nicht den Nutzungsbedingungen entsprach. Die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare auf den Internetseiten des Tageblattes finden Sie hier: http://www.goettinger-tageblatt.de/Portal-Service/Nutzungsbedingungen. (pto)
  • Schuppen auf den Augen Lofot – 03.02.11
    Was für ein geistreicher Kommentar!
  • Denkmalschutz Lofot – 03.02.11
    Eigentlich gehört so ein Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Aber ein Abriß mit anschließendem Neubau von „Stadtvillen” paßt mal wieder genau nach Göttingen.
    In den letzten Jahrzehnten hat sich Göttingen mehr und mehr selbst verschandelt und wird dies auch in Zukunft wohl weiterhin tun. Hauptsache der Investor zahlt.
  • gelöscht r – 03.02.11
    An dieser Stelle wurde durch die Redaktion ein Kommentar gelöscht, da er nicht den Nutzungsbedingungen entsprach. Die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare auf den Internetseiten des Tageblattes finden Sie hier: http://www.goettinger-tageblatt.de/Portal-Service/Nutzungsbedingungen. (pto)
  • Wohnungen statt Kino Ich – 03.02.11
    Wieso kann man nicht einmal hier in der überschaubaren Stadt Göttingen vernünftige von ALLEN bezahlbare Wohnungen bauen sondern muss sogenannte "Stadtvillen" nehmen -.-

    Zumal ich den Abriss an sich schon bedauerlich finde...
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