Mehrere tausend Schadensersatzklagen gegen ehemals Verantwortliche der Pleitefirma sind dort ohnehin schon anhängig. Jetzt kamen allein von einer Kanzlei in Jena weit mehr als tausend neue Klagen hinzu.
Bis Montagnachmittag, 3. Januar, so Landgerichtspräsident Hans Georg Haase, seien 700 Neuzugänge eingetragen worden. Sogar am Sonntag sei gearbeitet worden, um sie zu registrieren. Ein Ende der Arbeit sei noch nicht in Sicht. Man habe noch nicht einmal anschauen können, gegen wen im einzelnen geklagt werde und welche Forderungen das auf Klagen gegen die Securenta spezialisierte Anwaltsbüro für seine Mandantschaft erhebe.
Weil die bisherigen Klagen gegen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Göttinger Gruppe samt Anlagen zwischen 400 und 500 Seiten betrugen, dürften zum Jahresende bis zu einer Million Blatt Papier eingegangen sein.
Unterdessen kommt die strafrechtliche Aufarbeitung der Milliarden-Pleite nur langsam voran. 183 angezeigte Fälle des Vorwurfs des Anlagebetruges hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig bisher eingestellt. Rund 20 Beschwerden gegen diese Einstellung hat der Generalstaatsanwalt bereits zurückgewiesen. Anhängig sind noch jene Fälle, in denen mit den Klägern vorher Prozessvergleiche geschlossen wurden, die aber dennoch leer ausgegangen waren. Eine Abschlussverfügung in den noch untersuchten Fällen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Untreue, so Behördensprecher Joachim Geyer, hoffe man in der ersten Jahreshälfte 2011 vorlegen zu können.
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Kommentare
Securentapleite Winkler, Werner – 03.05.11
Bei der Securentapleite wird wieder deutlich, je größer der Schaden, desto unbehelligter die Schuldigen Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenabgewiesene Klagen TG – 04.01.11
da haben die Verantwortlichen ja glück, dass sie nicht beim Ladendiebstahl erwischt wurden, dann wären sie bestimmt schon verknackt... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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