Die Feuerwehren der Stadt müssen sich um Menschenleben und eine schnelle Beseitigung des Feuers kümmern. Herauszufinden, was den Brand verursacht hat, ist Aufgabe der Polizei. Häufig heißt es zunächst: Brandursache unklar. Das Tageblatt hat nachgefragt: Was steckt hinter den vergangenen Bränden?
Noch immer ermitteln die Polizisten des Ersten Fachkommissariates, was den Brand am 6. Januar in einem Einfamilienhaus in der Gervinusstraße ausgelöst hat. Grund für die Verzögerung: Die Polizei nimmt zur Zeit noch „Rücksicht auf die schwierige Situation der Familie“, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Bei dem Feuer zog sich ein Säugling schwere Brandverletzungen zu. Das Baby musste in eine Spezialklinik gebracht werden. Erst in der vergangenen Woche konnte es von der Intensivstation auf eine normale Station verlegt werden. Das Haus ist noch nicht wieder bewohnbar.
Ermittelt wird auch noch, was die Explosion in der Teeküche des Kreishauses am 22. Januar ausgelöst hat. Der Tatort war noch am selben Tag von Experten des Landeskriminalamtes (LKA) begutachtet worden. „Demnach scheidet ein technischer Defekt definitiv aus“, sagt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Die Explosion sei zweifelsfrei von einer „unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung“ verursacht worden. Der Sprengsatz war aus mehreren Komponenten zusammengesetzt, die noch im LKA untersucht werden.
Zwei Tage später brannte ein Apartment in der Theodor-Heuss-Straße, acht Menschen wurden verletzt, mussten teils über die Drehleiter aus dem Haus gerettet werden. Für die Polizei steht fest: Ein technischer Defekt als Brandursache scheidet aus. Ob das Feuer fahrlässig oder absichtlich gelegt wurde, ist noch offen.
Das Feuer am 26. Januar in Hetjershausen wurde wahrscheinlich von einem defekten Heizlüfter aus den 1980er Jahren ausgelöst. Schaden: 500 000 Euro.
Asche aus einem Kaminofen war die Ursache für einen Schwelbrand am 27. Januar. Das Feuer in der Weender Straße konnte der Bewohner weitgehend selbst löschen.
Von Britta Bielefeld
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