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Niedersächsische Flüchtlingshilfe

Veranstaltungsreihe für „Schünemann-Opfer“


„Ich halte es nicht mehr aus.“ Lars Wätzold, bekannt aus der Göttinger Comedy Company, ist sauer auf die niedersächsische Ausländer- Flüchtlingspolitik und zettelt deshalb nun einen „Aufstand der Anständigen“ an. Wätzold: „Ich schäme mich in einem Bundesland zu leben, das so mit Menschen umgeht.“

Göttingen. Und das, meint Wätzold, mit System: dem „System Schünemann“. Denn, so Wätzold, in anderen Bundesländern gehe es ja anders zu. Als Beispiel nennt er das Land Rheinland-Pfalz. Das System Schünemann, sagt Wätzold, nutze die Spielräume gegen die Ausländer aus. Die Frage laute nicht, wie es gehen könne, sondern „Wie kann man es verhindern?“

Mit einer Reihe von verschiedenen Veranstaltungen will Wätzold ein Zeichen gegen die rigide Politik des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) setzen. Unter dem Titel „Benefiz für Schünemann-Opfer“ organisiert Wätzold eine Veranstaltungsreihe. Der Erlös soll dem Flüchtlingsrat Niedersachsen zugutekommen, der sich gegen die Diskriminierung von Flüchtlingen einsetzt.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht ein Benifiz-Essen in der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben. Unter anderen wird Fernsehköchin Jacqueline Amirfallah einen Gang zubereiten. Der Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Niedersachsen, Kai Weber, wird ebenfalls an dem Essen teilnehmen und über das Thema Flüchtlingspolitik berichten. „Vielleicht findet sich ja auch jemand, der Schünemanns Politik verteidigen möchte“, hofft Wätzold.

Weitere Aktionen sind in Planung. Etwa eine Sonder-Power-Dance-Party in der Musa oder ein Gospelkonzert mit dem Gospelchor der Kreuzkirchengemeinde. Die Musa-Party soll im Mai stattfinden. Für das Gospelkonzert gibt es noch keinen Termin.

Im Jungen Theater soll es Ende dieser, Anfang nächster Spielzeit eine Late-Show-Spezial zu dem Thema geben. Wätzold hofft auf weitere Anregungen und Ideen „aller Art“. Wer sich an der Reihe „Benefiz für Schünemann-Opfer“ beteiligen will, kann sich an Lars Wätzold wenden: lars@improshow.de. Mit der Veranstaltungsreihe will Wätzold in erster Linie Aufklärungsarbeit leisten. „Viele wissen ja gar nicht, was da passiert.“

Von Lukas Breitenbach

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