Göttingen. Seit Sonntag ist die Quecksilbersäule nicht über den Gefrierpunkt hinaus gekommen. Das nennen Meteorologen dann Eistage. Die bislang tiefste Temperatur des Jahres wurde an der Wetterwarte Geismar gestern Morgen gegen 7.30 Uhr gemessen.
„Minus elf Grad“, sagt Harald Frischtatzky vom Deutschen Wetterdienst. Höchster Wert: Minus 3,8 Grad. Dazu wehte ein schneidiger Ostwind „in Böen bis Stärke sechs“, so Frischtatzky weiter. Außergewöhnlich ist auch die Luftfeuchtigkeit: Die Luft mit nur 37 Prozent kommt direkt aus dem Inneren des eurasischen Kontinents. In Russland, wo das Hochdruckgebiet Cooper liegt, herrschen Werte jenseits der minus 30 Grad.
Auch in den nächsten Tagen ist laut Frischtatzky sibirischer Dauerfrost in der Region angesagt. Nachts bis minus 15 Grad, tagsüber nicht mehr als minus sechs. Für alle Winterfans: Das Eis auf dem Kiessee wächst laut Veit Hesse von der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH täglich um einen Zentimeter, ab zehn ist es tragfähig.
Update
Rechtschreibung korrigiert (ne).
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