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Bovenden

Vorstandswechsel in der Bürgerstiftung

Vor fünf Jahren wurde die Bürgerstiftung Bovenden von 64 Bürgern mit einem Startkapital von rund 78 600 Euro gegründet. Mittlerweile haben knapp 300 Mitglieder mehr als 150 000 Euro gestiftet.

Neu im Amt: Thomas Minzloff (links) und Rolf Degener.

© Pförtner
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Mit teils neuem Vorstand und Stiftungsrat geht die Bürgerstiftung in die zweite Hälfte ihres ersten Jahrzehnts. Ausgeschieden sind der Vorstandsvorsitzende Horst-Dieter Müller und die Stiftungsratsvorsitzende Ingelore Kettler. Neu gewählt wurden in diese Ämter Rolf Degener und Thomas Minzloff. Im Vorstand sind außerdem Marita Reichert und Harald Völker sowie Bovendens Bürgermeisterin Heidrun Bäcker (beratend) tätig. Dem Stiftungsrat gehören Ute Bruns, Wilhelm Biermann, Klaus-Dieter Stümpel, Arno Borkowski, Erhard Gutsch und Marcel Riethig an.

Auch nach „Überschreiten der Schallmauer von 150 000 Euro gilt das Motto Bürger helfen Bürgerinnen“, erklärt der neue Vorstandsvorsitzende Degener. Eigene Projekte für Kinder und Jugendliche sowie die gezielte Förderung hilfebedürftiger Familien leiste die Bürgerstiftung. Rund 35 000 Euro aus Zinserträgen habe sie in fünf Jahren zur Verfügung stellen können. Darüber hinaus hätten Ehrenamtliche viel Zeit in die Projekte gesteckt. 30 Freiwillige etwa betätigten sich als Vorlese- und Lernpaten in Kindergärten und Schulen. Vor allem die Förderung von Schulkindern, bislang an den Grundschulen Bovenden und Lenglern/Harste habe sich bereits bewährt: „Die Kinder blühen geradezu auf“, berichtet Vorstandsvorsitzender Minzloff. Das Projekt soll möglichst auf Grundschulen in den anderen Ortsteilen und auf die neue Bovender IGS ausgedehnt werden, „erste Gespräche laufen schon“, sagt Degener. Die Kooperation mit Schulen und Lehrern sei für dieses Projekt sehr wichtig, betont Minzloff: „Wir wollen ja den eigentlichen Schulunterricht stützen.“

In der Zukunft möchte die Bürgerstiftung nicht nur die Schulen, sondern auch örtliche Vereine und die Eltern stärker in angeschobene Projekte einbinden, „wir möchten ein Netzwerk knüpfen“, sagt Degener. Minzloff ergänzt: „Wir können nicht auf allen Ebenen kompetent sein, unsere Aufgabe ist es, vorhandene Resourcen zusammenzubringen.“ Das gilt auch räumlich: Die acht Bovender Ortsteile will die Bürgerstiftung in einem Gemeinschaftsprojekt verbinden, „wir suchen nach einer Leuchtturmidee, die die Menschen in den Dörfern noch mehr zusammenbringt“.

Von Katharina Klocke


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