Göttingen . Die Polizei gehe davon aus, dass der oder die Täter für mehrere ähnliche Fälle verantwortlich seien, so Sprecherin Jasmin Kaatz. Vor gut drei Wochen waren im Bereich der Schulen BBS II und Otto-Hahn-Gymnasium sowie in der Weststadt erste Schmierereien aufgetaucht – inklusive einer Amoklauf-Ankündigung. Vor etwa zwölf Tagen kamen weitere auf dem Nordcampus hinzu.
Inzwischen gebe es mehr als 30 Anzeigen, so Kaatz. Die Polizei gehe von „politisch motivierten Taten“ aus. Zugleich bestätigte sie, dass die Polizei die Öffentlichkeit nicht von sich aus über solche Vorfälle informiere, da sonst Nachahmer animiert werden könnten. Erst auf Pressenanfrage gebe sie Auskunft. Um Zeugenhinweise bittet die Polizei gleichwohl.
Inzwischen protestieren die Schüler und Lehrer des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) scharf gegen ausländerfeindliche und diskriminierende Schmierereien im Umfeld ihrer Schule. „Wir sind schockiert und empört“, heißt es in einer Stellungnahme der Gesamtkonferenz, initiiert von der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Schule müsse „angstfreier Raum sein, mit einem Schulklima von Offenheit und Toleranz, von gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung“.
us/ck
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