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Scrapbooking:

Woesthoff bietet Workshops zum neuen Basteltrend an


„Wie schön“, ruft Stefanie Bredemeier begeistert angesichts des rot gemusterten Papiers, das Indina Woesthoff bereitlegt.

Geschmückte Erinnerungsfotos: Indina Woesthoff zeigt, wie Scrapbooks gebastelt werden.

© CR

Am Ende des Küchentisches liegt für ihre Gäste eine Skizze der Aufgabe. An diesem Abend sollen eine oder mehrere Fotografien in einen ansprechenden Rahmen eingearbeitet werden. Die Gastgeberin hat für ihre Seite eines Scrapbooks ein sepiafarbenes Familienfoto ausgewählt.

Scrapbooking kommt aus Amerika. Ein Ziel sei es, die Familientradition in schmucken Büchern zu bewahren, ein anderes, die schönen Momente im Leben festzuhalten, erklärt Woesthoff. Sabrina Wippermann und Anna Bonitz sind aus Duderstadt nach Billingshausen gekommen. „Wir haben Indina im Internet aufgetan“, erzählen die Bankkauffrauen, während sie die Papiere hochhalten, die Muster vergleichen und überlegen, welche sie für ihre Buchseite wählen sollen.

Fast unendlich ist der Fundus, in dem sie in der zur Bastelwerkstatt umgewandelten Küche stöbern können. Jede Arbeitsfläche ist zugestellt mit Stempeln, Stanzern und Zeitschriften, mit Musterbüchern und allem erdenklichen Zierrat. Papiere mit Blumen und Tapetenmustern, vorne gepunktet und hinten gestreift in vielen unterschiedlichen Farben hat Indina in ihrem Vorrat. „Guck mal, was ich dir wieder geben muss“, sagt Steffi und zeigt Indina einen Stanzer mit einem großen Schneekristall. Tatsächlich, die Freundin hat ihn vermisst. Sie ist noch „auf der Jagd“ im Internet nach einem „Ausstecher“ für eine Art Fransenbordüre.

„Welches Bild würdest Du nehmen“, fragt Ada. Stefanie hilft ihr bei der Auswahl, bis die Schülerin schließlich nicht nur ein, sondern drei Fotos ausgesucht hat und sie nach dem Maß auf der Vorlage zuschneidet. „Diese ganzen Fotos liegen sonst sinnlos herum“, schildert Steffi das übliche Dahinvegetieren von zahllosen Familienfotos. Viel besser kämen sie zur Geltung, wenn man sie in Scrapbooks aufbereite. Auch Indina erzählt von „massenweisen Kinderbildern“ von ihrer Tochter Ada, die sie inzwischen kaum noch ansehe. Zehn ausgewählt und zu einem Scrapbook verarbeitet würden zu einem Schmuckstück der Familie. Indina kann sich gut vorstellen, so eine Woche im Leben ihres Kindes festzuhalten. „Man lernt auch wieder anders zu fotografieren“, bekräftigt die begeisterte Scrapperin. Steffi möchte ein gescrapptes Tagebuch führen. „Das ist ein tolle Erinnerung“, sagt sie. „Wenn man alleine zu Hause sitzt, geht das schneller“, erklärt die gut eingespannte Zahnärztin.

„Wenn ich ganz frei arbeite, brauche ich für manche Arbeiten Wochen“, setzt Indina ihr entgegen. Unterschiedlich sind auch die Meinungen darüber, wie das Scrappen bei anderen ankommt. „Männer haben gar kein Verständnis dafür“, meint Anna. Steffi hat ihrem Mann ein kleines Scrapbook mit Familienfotos geschenkt. Das trage er anstelle der Fotos in der Brieftasche stets bei sich. Indinas Traum ist es, für sich selbst ein „A-bis-Z-Buch“ zu gestalten. „Ich sammle schon dafür.“

Ihr erstes Scrapbook hat die promovierte Kunsthistorikerin ihrer Schwiegermutter zum 80. Geburtstag geschenkt. Bei der Arbeit fand sie daran Gefallen. Schon immer sei sie „papierverrückt“ gewesen. Gern wäre sie Papierrestauratorin oder Buchbinderin geworden. Fasziniert von den Materialien stieg sie tiefer ein. Für das Direktvertriebsunternehmen Stampin‘ up! wurde sie Demonstratorin und richtet nun Bastelworkshops aus. An diesem Abend wird noch lange gebastelt. „Und es tut gut“, sind sich die Frauen im Alter von 29 bis 49 Jahren einig.

Weitere Infos erhalten Interessierte unter Telefon 01 76 / 51 00 31 91. Im Internet: www.papiertier.blogspot.com.

Von Ute Lawrenz

Scrapbooking in der Gruppe

Scrapbooking bezeichnet ein in den USA und Kanada entstandenes Bastelhobby, welches seit zehn Jahren auch in Europa verbreitet ist. Fotos werden in sogenannte Scrapbooks eingeklebt und mit passenden Elementen verziert. So werden in den Büchern Geschichten erzählt und die Fotos durch Texte und künstlerische Gestaltung der Seiten besonders präsentiert. Das Wort Scrapbooking kommt vom englischen Scrap für Schnipsel, Stückchen. Je nach Ereignis werden als solche Schnipsel auch Eintrittskarten und andere Souvenirs eingeklebt. Sinn des Scrapbookings ist es, Fotoalben auf die besten Bilder zu reduzieren und diese mit Beiwerk in Szene zu setzen. Ein Merkmal der Scrapbook-Bewegung ist die häufig gemeinschaftliche Ausübung des Hobbys. Workshops, in denen bestimmte Techniken und Fähigkeiten vermittelt werden, gehören ebenso dazu wie Crops. Crops sind Treffen von Scrapbookern, bei denen die Teilnehmer eigene Arbeiten, oft zu einem vorgegebenen thematischen Schwerpunkt, erstellen. Sehr beliebt sind Veranstaltungen mit prominenten Scrappern.

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  • Stampin Up Ramona Brinkmann – 09.01.11
    Schön, dass Scrapbooking immer populärer wird. Als ich vor 7 Jahren damit anfing, gab es noch nicht viel Auswahl und ständig musste man sein Hobby erklären. Auf www.stampinup.de kann man Demonstratoren in der Nähe finden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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