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CDU-Kreistagsfraktion will Theater helfen

Zukunft des JT: „Einziger Ausweg Neugründung“

Nachdem das Junge Theater (JT) durch einen Betrugsfall im eigenen Haus in die Insolvenz geschlittert ist (Tageblatt berichtete), hat sich nun die CDU-Kreistagsfraktion zu Wort gemeldet. In einer Pressemitteilung sprach der Vorsitzende Harald Noack von „Empörung, aber ebenso großem Bedauern“.

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Obwohl bisher die Einzelheiten „der betrügerischen Machenschaften durch die Mitarbeiterin nicht bekannt sind, sieht die CDU-Kreistagsfraktion den Geschäftsführer der GmbH, Andreas Döring, sowie den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Frank-Peter Arndt, in der Verantwortung“, sagte Noack. Der „Zusammenbruch des JT“ sei deswegen so bedauernswert, „weil durch die engagierte Leistung der Mitarbeiter die vergangenen Spielzeiten jedenfalls künstlerisch außerordentlich erfolgreich waren. Diese Erfolge haben deutlich gemacht, dass das Junge Theater Göttingen gut tut.“

Seine Fraktion bezweifle, „dass es möglich sein wird, mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter eine Fortsetzung der Spieltätigkeit des JT (...) zu erreichen“. Nach den „bisherigen – durchaus spärlichen – Informationen dürfte das wirtschaftliche Risiko einer Fortsetzung des Spielbetriebs für den Insolvenzverwalter unter seiner Verantwortung nicht zumutbar sein“, sagte Noack. Einziger Ausweg sei nach Auffassung der CDU-Kreistagsfraktion – wie bereits im Jahr 2004 – die Neugründung einer GmbH für den Betrieb des Jungen Theaters und das Aufbringen des Stammkapitals von 25 000 Euro. Dieses Vorhaben und damit die Fortführung des Spielbetriebs sei man bereit, zu unterstützen. „Auch eine Anschubfinanzierung durch Landkreis und Stadt Göttingen“ sei denkbar, so Noack.

Man gehe aber davon aus, „dass als Geschäftsführer dieser Neugründung nicht der in Geschäftsdingen gescheiterte Geschäftsführer Andreas Döring“ in Betracht komme. Dieser sollte sich auf die „künstlerische Projektleitung beschränken“, so Noack weiter. Ebenso wenig könne sich die CDU-Kreistagsfraktion einen künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden Frank-Peter Arndt vorstellen.

Derweil teilte Burghard Wegener, der vorläufige Insolvenzverwalter, auf Anfrage mit, dass er bisher zur aktuellen Situation des JT nichts sagen könne. „Das wäre unseriös.“ Nur so viel: „Wir prüfen die Unterlagen, die sehr umfangreich sind.“

[Andreas Fuhrmann]

  • Lachnummer der Stadt Bürgerin – 30.07.10
    Es ist doch offensichtlich was da am Jungen Theater abgezogen wurde.

    Man darf gespannt sein, wie sich Döring und Co aus der Affäre ziehen werden.

    Die Lachnummer hört also nicht auf und alle spielen mit. Köstlich!




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  • Neugrünung heißt... vita – 29.07.10
    ... dann wohl, dass die gleichen Nasen mitmischen und sich einen neuen Namen geben. Verantwortung wird so lange hin und her gequirlt, bis alle rein gewaschen sind und das Geldvernichtungsprojekt wieder los gehen kann.

    Das darf nicht passieren!
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  • Bloß keine Verantwortung! Bürger – 29.07.10
    Die CDU macht es sich leicht: Der Aufsichtsrat hat meines Erachtens nicht nur aus Herrn Arndt bestanden. Auch CDU-Politiker haben da kräftig mitgemischt und offenbar nichts gemerkt. Der Insolvenzverwalter sitzt für die CDU im Ortsrat Nikolausberg, die CDU Landesregierung, mit Herrn Noack als Abgeordneten, hat dem JT damals den Geldhahn zugedreht. Es scheint momentan populär bei Politikern, alle Verantwortung von sich zu weisen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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