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Hannover Aha will Container für Altpapier nicht mehr abgeben
Nachrichten Hannover Aha will Container für Altpapier nicht mehr abgeben
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00:15 04.02.2018
Aha stellt derzeit in der Stadt Sammelcontainer für Altpapier auf.  Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

  Der Streit um die Abholung des Altpapiers in Hannover geht weiter. Jetzt fordert der Verband Haus- und Grundeigentum, die Stellplätze für Altpapiercontainer auszuschreiben, anstatt sie einfach dem kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieb Aha zu überlassen. 

„Es geht darum, dass die Gebührenzahler das günstigste Angebot erhalten müssen“, sagt Vereinschef Rainer Beckmann. Die freie Wirtschaft dürfe deshalb nicht einfach ausgeschlossen werden, wie es derzeit passiere, betont Beckmann. Die Abholung des Altpapiers müsse so preiswert wie möglich sein, damit die Bürger auch den größten Nutzen daraus ziehen könnten. Und das sei nur mit einer Ausschreibung gewährleistet.

Aha lehnt allerdings eine Ausschreibung der Containerstandorte kategorisch ab. Diese sei rechtlich nicht möglich, da Aha laut Kreislaufwirtschaftsgesetz für die Abfallentsorgung in der Region zuständig sei, erläutert Unternehmenssprecherin Helene Herich. Zudem führe einer Vergabe von Teilen der Altpapiersammlung zu einer Benachteiligung der Gebührenzahler, denn das in den Containern gesammelte Papier sei besonders qualitätsvoll und sorge daher für insgesamt höhere Erlöse beim Altpapier.

Insgesamt hat Aha in der Landeshauptstadt 235 Container auf den Wertstoffinseln aufgestellt. Nach Angaben von Unternehmenssprecherin Helene Herich werden die Behälter sehr gut angenommen und sie werden wöchentlich geleert. „Bisher ist es an einigen Stellen zu Verunreinigungen an den Stellplätzen gekommen“, sagt Herich.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb sammelt in der Region pro Jahr rund 100.000 Tonnen Altpapier, davon entfallen etwa 43.000 Tonnen auf die Landeshauptstadt. Wie Herich berichtet, schwankt der Preis für Altpapier stark, in den vergangenen zwei Monaten sei er um 25 Euro auf einen Mitttelwert von 60 Euro zurückgegangen. Der Verkauf des Altpapiers kommt dem Gebührenhaushalt und damit allen Gebührenzahlern zugute, jede Tonne verringert die Müllgebühren. Je nach Preis hat der Erlös aus dem Altpapier einen Anteil zwischen 4,5 und 10,2 Prozent am Gebührenhaushalt. 

Engpässe bei den blauen Säcken gibt es laut Aha derzeit nicht. „Zu Beginn des Jahres waren die Säcke stark nachgefragt, obwohl sie kostenpflichtig sind“, sagt Herich. 400 Ausgabestellen bei Einzelhändlern sowie weitere 21 auf den Wertstoffhöfen stünden zur Verfügung. Pro Woche liefere man an diese etwa 400 bis 600 Kartons mit Säcken aus, in der Vergangenheit seien es 1000 gewesen.

Verantwortlich für den Rückgang sei in erster Linie der Umstand, dass die Einwohner in der Region verstärkt blaue Tonnen zur Altpapierentsorgung nutzen und damit auf eine entsprechende Werbekampagne reagierten. Deren Zahl liege mittlerweile bei 82 000; zu Beginn der Kampagne seien es 70 000 gewesen.
 

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Diskussionen über die Altpapiersammlung gegeben. Zunächst musste Aha eine missglückte Werbekampagne mit dem Motto „sei kein Sackgesicht“ für die Bestellung von Altpapiertonnen einstellen. Dann weigerte sich der Abfallwirtschaftsbetrieb, nicht in Tüten verpacktes Papier und Kartons mitzunehmen, außerdem wurde eine Schutzgebühr für die Altpapiersäcke in Höhe von 5 Cent pro Beutel eingeführt. Das sorgte vor der Einführung der Gebühr zum 1. Januar für eine erhebliche Verknappung der Säcke. 

Derzeit gibt es laut Aha keinen Engpass. „Zu Beginn des Jahres waren die Säcke stark nachgefragt, obwohl sie kostenpflichtig sind“, sagt Herich. 400 Ausgabestellen bei Einzelhändlern sowie weitere 21 auf den Wertstoffhöfen stünden zur Verfügung. Pro Woche liefere man an diese etwa 400 bis 600 Kartons mit Säcken aus, in der Vergangenheit seien es 1000 gewesen. Verantwortlich für den Rückgang sei in erster Linie der Umstand, dass die Einwohner in der Region verstärkt blaue Tonnen zur Altpapierentsorgung nutzen und damit auf eine entsprechende Werbekampagne reagierten. Deren Zahl liege mittlerweile bei 82.000; zu Beginn der Kampagne seien es 70.000 gewesen.

Von Mathias Klein und Bernd Haase

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