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Hannover 100-Euro-Scheine waren gefälscht
Nachrichten Hannover 100-Euro-Scheine waren gefälscht
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00:20 29.06.2018
Die Angeklagte erzählte vor Gericht eine abenteuerliche Geschichte. Quelle: Michael Zgoll
Hannover

Eine 47-jährige Frau aus Vahrenheide ist am Dienstag vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden. Fatma C. hatte versucht, in einem Drogeriemarkt Zigaretten und ein Getränk mit einem gefälschten 100-Euro-Schein zu bezahlen. In dem Laden in der Passerelle wurden bei der Frau Anfang Januar dieses Jahres noch weitere drei Falschgeldnoten entdeckt, die sie in einem Schuh versteckt hatte. Zum Glück bemerkte die Kassiererin des Drogeriemarkts sofort, dass die 100-Euro-Note nicht echt war. Woher die Scheine stammen, die laut einem Gutachten des Landeskriminalamts professionell im Siebdruckverfahren hergestellt wurden, konnte Amtsrichter Olaf Wöltje nicht klären.

Die Geschichte, die die arbeitslose Hartz-IV-Empfängerin, Cannabis-Konsumentin und Mutter zweier erwachsener Kinder zu ihrer Verteidigung vortrug, war so haarsträubend, dass sie den Richter regelrecht in Rage versetzte. Sie habe 500 Euro gespart, erzählte Fatma C., die sie bereits vor Wochen in einen 500-Euro-Schein eingetauscht habe. Anfang Januar habe sie mit diesem Schein in einem Billigmarkt bezahlen wollen, sei aber gescheitert. Das habe ein wildfremder Kunde mitbekommen, der ihr dann bereitwillig den 500-Euro-Schein gegen fünf Hunderter gewechselt – und ihr dabei Falschgeld angedreht habe. „In meinen 26 Dienstjahren habe ich selten so einen Unsinn gehört wie diesen“, meinte Wöltje – und verurteilte die 47-Jährige zur Zahlung von 90 Tagessätzen à 10 Euro.

Von Michael Zgoll

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