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Hannover Situation in den Sporthallen spitzt sich zu
Nachrichten Hannover Situation in den Sporthallen spitzt sich zu
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17:15 13.12.2018
Ein Fall für den Abrissbagger: Die Sporthalle am Eisteichweg in Anderten. Quelle: Tim Schaarschmidt
Anderten

Die seit Langem angespannte Situation in den Sporthallen hat sich erneut zugespitzt. Am Eisteichweg ist die Lüftung ausgefallen, weshalb zwar Kabinen und Duschen beheizt werden können, nicht aber die Halle selbst. Der Schulsport ist deshalb nach Angaben von Diana Lindner, Geschäftsführerin des TSV Anderten, nicht möglich. Die Handballer des TSV trainieren und spielen im Kühlen. Betroffen sind auch die Bossel-Sportler von der BSG Anderten.

Das Heizungsproblem ist nicht das einzige in der Halle am Eisteichweg. Seit drei Jahren konnte die Hälfte der 20 Duschen wegen Legionellen im Wasser nicht benutzt werden. Am Nikolaustag ist die Situation weiter eskaliert. Aufgrund eines Rohrbruchs steht nun gar keine Dusche mehr zur Verfügung. Die Stadt will den Schaden nach Angaben des TSV beheben, was aber über den Jahreswechsel hinaus dauern werde.

In der Sporthalle an der Krummen Straße ist die Heizung ebenfalls marode. Außerdem dringt Regenwasser durch das Dach. „Wir hoffen immer, dass es nicht regnet. Wenn doch, stellen wir Eimer auf, um das Wasser aufzufangen“, berichtete Lindner.

„In einem Nutzertreffen im August hat die Stadt mitgeteilt, dass sie in die vorhandene Bausubstanz nicht mehr investieren will“, erklärte Ortwin Posselt, früherer Vorsitzender des TSV. Da auch ein Neubau auf sich warten lasse, entstehe der Eindruck, als werde der mit seinen 1800 Mitgliedern siebtgrößte Verein der Stadt mit der Situation allein gelassen.

Der TSV wünscht sich als Ersatz für beide Hallen eine neue Dreifeldhalle mit Tribüne sowie zusätzlich eine Einfeldhalle auf dem Grundstück des ebenfalls baufälligen benachbarten Kulturtreffs AMK-Haus. Dies sei auch das Resultat des Nutzertreffens gewesen. „Inzwischen hat sich durch die steigenden Schülerzahlen der Flächenbedarf erhöht“, teilte Stadtbezirksmanagerin Ursula Herzog-Karschunke mit. Derzeit laufe eine Projektprüfung, deren Ergebnisse im Februar kommenden Jahres mitgeteilt werden sollen. Für weitere Schritte müsse die Finanzierung geklärt werden, Termine könnten derzeit nicht genannt werden. Posselt und Lindner fürchten, dass es noch bis zu fünf Jahre dauern könnte, bis in Anderten eine neue Halle steht.

Im Stadtbezirksrat ärgerten sich die Mitglieder über das Dilemma. „Die Verwaltung plant im stillen Kämmerlein langsam vor sich hin, und dann wird man irgendwann vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagte CDU-Fraktionschef Patrick Hoare, der wie die anderen Politiker auch den schleppenden Fortgang der Dinge rügt.

Bezirksbürgermeister Klaus Dickneite (SPD) vermutete, dass die Verwaltung in Anderten Nutzerinteressen gegeneinander ausspielt. Der Grund: Die vom Bezirksrat geforderte Mehrzweckhalle, in der auch Kultur zu ihrem Recht kommen könnte, sei wohl nicht in den Planungen vorgesehen. „Würde man darauf bestehen, würde sich der Sporthallenbau weiter verzögern“, vermutete er. Die Verwaltung solle einmal deutlich sagen, ob sie überhaupt Interesse an einem Nachfolgebau für das AMK-Haus habe.

Immerhin: Laut Lindner hat die Stadt angekündigt, dass am Eisteichweg demnächst eine Notheizung installiert wird.

Von Bernd Haase

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