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Hannover Tödlicher Bahnunfall: Anklage gegen Sicherungsposten
Nachrichten Hannover Tödlicher Bahnunfall: Anklage gegen Sicherungsposten
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16:23 04.03.2018
Bei dem schweren Unfall im Mai 2017 kam ein 59-jähriger Lkw-Fahrer ums Leben. Gegen den Sicherungsposten am Bahnübergang Neustadt-Eilvese wurde nun Anklage erhoben. Quelle: Christan Elsner

 Nach dem tödlichen Unfall am Bahnübergang Neustadt-Eilvese im Mai 2017 hat die Staatsanwaltschaft Hannover nun Anklage gegen den Sicherungsposten erhoben. Die Strafverfolger werfen dem 36-Jährigen fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen und gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vor. „Er hat offensichtlich nicht die für den Verkehr erforderliche Sorgfalt walten lassen“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Die Anklage liege nun beim Amtsgericht Neustadt.

Bei dem schweren Unfall am 15. Mai 2017 war ein 59-jähriger Lkw-Fahrer ums Leben gekommen, fünf Insassen des Zuges wurden verletzt. Am Bahnübergang wurde zum damaligen Zeitpunkt gebaut, deshalb mussten die Schranken manuell geschlossen und abgesichert werden. Die Absicherung übernahm ein Subunternehmen im Auftrag der Deutschen Bahn. „Dem Sicherungsposten wird vorgeworfen, einen noch nicht durchgefahrenen Zug fälschlicherweise als durchgefahren vermerkt zu haben“, sagt Klinge. Als die Behelfsschranke durch den 36-Jährigen geöffnet wurde, fuhr der 59-jährige Lkw-Fahrer gegen 10.50 Uhr trotz herannahender Regionalbahn über die Gleise und wurde von der Lokomotive erfasst.

Zum Zeitpunkt des Unfalls wurde am Bahnübergang gebaut. Die Behelfsschranken mussten manuell geschlossen und geöffnet werden. Quelle: Christian Elsner

Der etwa 160 Stundenkilometer schnelle Zug schleifte den Lastwagen noch mehrere Hundert Meter mit, ehe er zum Stillstand kam. An Bord der Bahn splitterten diverse Fensterscheiben der Doppelstockwaggons und verletzten insgesamt zwölf der rund 300 Fahrgäste – die meisten von ihnen aber nur leicht. Die Feuerwehr löste nach dem Unfall Großalarm aus, etwa 100 Einsatzkräfte waren stundenlang vor Ort. Der Streckenabschnitt blieb bis ungefähr 23.30 Uhr gesperrt.

Von Peer Hellerling

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