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Hannover Atomkraftgegner demonstrieren am Opernplatz
Nachrichten Hannover Atomkraftgegner demonstrieren am Opernplatz
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00:16 03.10.2017
Von Jutta Rinas
Auf dem Opernplatz haben etwa 50 Demonstranten den sofortigen Ausstieg gefordert Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Bei einer Demonstration des Bund Region Hannover auf dem Opernplatz anlässlich des Gedenktages "60 Jahre Atomunfall Majak" haben Atomkraftgegner am Sonnabend den sofortigen Atomausstieg weltweit gefordert. "Lasst uns dafür sorgen, dass kein weiterer Atommüll nach Russland deportiert wird", rief Peer Höcker vom Bund Region Hannover vor rund 50 zumeist älteren Teilnehmern. Atomkraft und Krieg müsse man zusammen denken, sagte Brunhild Müller-Reiß vom Friedensbüro Hannover, die ebenfalls zu den Rednern gehörte. Durch beides werde überall auf der Welt Tod und Sterben ausgelöst.

Fast auf den Tag genau 60 Jahre ist es her, dass in dem russischen Ort Majak bei Jekaterinenburg ein Atomunfall geschah. Nach Tschernobyl und Fukushima gilt er heute als der drittschwerste Nuklearunfall weltweit. Gastredner Vladimir Slivyak, Mitbegründer der russischen Umweltorganisation Ecodefense, der extra aus Moskau anreisen und über die Zustände in Majak und die Situation der Atomkraft in Russland berichten sollte, konnte wegen einer Erkrankung nicht kommen.

Höcker beschrieb nicht nur die Dimension des nach seinen Worten bis heute weitgehend unbekannten Nuklearunfalls. 437000 Menschen seien verstrahlt worden. Etwa doppelt soviel Radioaktivität wie bei dem Unfall in Tschernobyl sei am 29. September 1957 freigesetzt worden. Auch heute noch stürben südlich von Majak Tausende Menschen an den Folgen der radioaktiven Verstrahlung.

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