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Hannover Wahlparty: So feiert die FDP in Hannovers Altstadt
Nachrichten Hannover Wahlparty: So feiert die FDP in Hannovers Altstadt
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22:39 15.10.2017
Von Gunnar Menkens
Stefan Birkner Quelle: Tim Schaarschmidt/Archiv
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Hannover

Birkner gab zu, dass es nicht ganz das Ergebnis war, das er erhofft hatte. Sieben Prozent und ein bisschen gegen 18 Uhr und auch am späten Abend. "Nicht ganz so gut, wie wir es erhofft hatten." Dann sagte er, worauf in der Bar Celona in der Altstadt alle Parteifreunde gewartet hatten. Bleibt es dabei, dass die FDP keine Ampelkoalition eingehen will, mit SPD und Grünen? Ja, dabei soll es bleiben. "Wir stehen für eine Ampel nicht zur Verfügung", erklärte Birkner im Scheinwerferlicht der Kameras. Er sehe keine Möglichkeit, Themen wir die Digitalisierung des Landes und eine neue Bildungspolitik mit SPD und Grünen so voranzutreiben, wie es die Liberalen sich vorstellen. Dass er dafür lauten Beifall bekam, zeigt, dass er den Willen der Basis wohl gut trifft.

Oder doch nicht? Etliche Liberalen verstanden am Abend nicht recht, warum Birkner die Grünen im Zusammenspiel mit der SPD für nicht tragbar hält, in einer Jamaika-Verbindung mit der CDU dagegen offensichtlich schon. Es wäre doch ein Erfolg, zum Beispiel den ungeliebten Grünen-Landwirtschaftsminister Meyer und dessen Agrarpolitik abzulösen und selbst mehr Einfluss zu nehmen, hieß es bei Freibier und Currywurst. Birkners Auftritt war kurz. Nach kaum fünf Minuten musste er wieder los, zum Messegelände, dort warteten weitere Kameras.

Gesprochen werden muss, vielleicht auch noch mal in der FDP. Manche glauben, dass der Druck auf den FDP-Chef in den kommenden Tagen wächst, doch noch einmal über einen Schwenk nachzudenken, etwa aus der Wirtschaft. Für die Liberalen wäre es ein Erfolg, etwa den Wirtschaftsminister zu stellen. Vorausgesetzt natürlich, Rot-Grün würde auch am Ende der Auszählung ohne Mehrheit im neuen Landtag bleiben. Aber es gab auch mahnende Stimme. Eine Gewichtige kam von Walter Hirche, dem ehemaligen Wirtschaftsminister und Landeschef der FDP. Er stütze den Anti-Ampel-Kurs von Stefan Birkner und sagte, es wäre "Wählertäuschung", würde man nach der Wahl anderes tun als vor der Wahl angekündigt. Für eine Partei sei Glaubwürdigkeit wichtiger, als womöglich geringe Erfolge in einer Koalition zu erzielen.

Gute Nachrichten für die regionale FDP konnte Hannovers FDP-Chef Patrick Döring früh verkünden. Birkner für den Wahlkreis Garbsen/Wedemark und Sylvia Bruns (Hannover-Döhren) werden wegen ihrer Spitzenplätze auf der Landesliste im nächsten Landtag einen Arbeitsplatz und ein Mandat haben. Döring fand das Ergebnis für seine Partei in Ordnung: "In der Zuspitzung auf Weil und Althusmann blieben wenig Räume für die kleinen Parteien." Einen Zusatz konnte er sich nicht verkneifen. Das Ergebnis für die FDP in Hannover sei am Ende wohl etwas besser als für die Liberalen in ganz Niedersachsen.

Die einen jubeln, die anderen sind sprachlos, die nächsten ziehen erstmals in den Landtag ein, andere verpassen den Einzug knapp. So unterschiedlich verbringen SPD, CDU, FDP, AfD, Grüne und Linke in Hannover den Wahlabend der Landtagswahl 2017.

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