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Hannover Der Bulli-Erfinder ziert ein Straßenschild
Nachrichten Hannover Der Bulli-Erfinder ziert ein Straßenschild
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00:19 12.10.2017
Enthüllt: VWN-Managerin Susanne Leifheit (links) und Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf und Susanne Leifheit, Außenbeziehungschefin von VWN, enthüllten das Straßenschild für den neuen Ben-Pon-Platz an der Stelinger Straße/Ecke Mecklenheidestraße, wo die Eingänge zum VWN-Kundencenter und zum Logistikbereich Tradeport liegen.

Für den kompletten Namen hätte das Straßenschild deutlich länger sein müssen. Bernadus Marinus Pon lautete der vollständige Ausweiseintrag des Mannes, der die Welt der leichten Nutzfahrzeuge so entscheidend geprägt hat wie kaum ein anderer. Ben Pon Senior, wie er von Automobilenthusiasten liebevoll abgekürzt wird, war nach dem Zweiten Weltkrieg Automobilhändler in den Niederlanden und im August 1947 der Erste, der VW-Fahrzeuge ins Ausland exportierte. Damals gab es nur ein Modell, den Käfer. Ben Pon gilt auch als der Mann, der 1949 die erste Käfer-Verschiffung von den Niederlanden nach Amerika organisierte - ob es wirklich der erste Käfer-Export nach Übersee überhaupt war, ist aber nicht ganz klar.

Wichtiger ist ohnehin, was er mit seiner kleinen Zeichnung leistete. In sein Adressheft kritzelte er 1947 das Bild eines Transporters, für den er eine Nachfrage in den Aufbaujahren nach dem Krieg erahnte - und landete damit einen Volltreffer. Der Bulli (offizielle Bezeichnung in Abgrenzung zum VW Käfer: Typ 2) wurde eines der wichtigsten Erfolgsfahrzeuge von VW. 1956 verlegte das Unternehmen die Produktion von Wolfsburg nach Stöcken.

Dort aber sei es in der Vergangenheit immer öfter zur Verwirrung gekommen, weil Navigationsgeräte Kunden zu falschen Toren des riesigen Werksgeländes lotsten, sagte gestern VW-Managerin Leifheit. Mit der Benennung nach Ben Pon erhoffe man sich eine bessere Auffindbarkeit des Kundencenters. „Der Name war von Anfang an der Favorit, weil er wichtig ist für die Historie des Konzerns“, sagte Leifheit.

Legendäres Gekritzel: In seinem Adressbuch skizzierte Ben Pon seine Idee, die später zur Produktion des Kult-Autos führte.

Im Bezirksrat hatte es von SPD-Politikern Kritik gegeben, dass die Stadt mit 2800 Euro die Benennung eines privaten Platzes finanziere. Bittorf wies das am Montag zurück. VW sei „eine große Hilfe für die Region, da der Konzern viele Arbeitsplätze zur Verfügung stellt“. Im Übrigen habe „die große Mehrheit des Bezirksrats“ für die Benennung gestimmt.

Von Marica Tomiak und Conrad von Meding

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