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Hannover Althusmann: „Wir haben die Botschaft verstanden“
Nachrichten Hannover Althusmann: „Wir haben die Botschaft verstanden“
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00:18 27.09.2017
Quelle: Dröse
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Herr Althusmann, was bedeutet das Ergebnis der Bundestagswahl für Sie und die in drei Wochen stattfindende Landtagswahl?

Natürlich hätte ich mir etwas mehr Rückenwind versprochen, aber jetzt wird es richtig spannend bei uns in Niedersachsen. Wir als CDU müssen in den nächsten drei Wochen noch einmal richtig kämpfen. Das Bundestagsergebnis ist eine solide Basis, aber wir müssen noch zulegen.

Hat die Große Koalition der CDU geschadet?

Die Große Koalition hat ohne Frage der SPD geschadet, aber auch der CDU. Die SPD kündigt in Berlin schon an, in die Opposition zu gehen, also scheint es auf eine Jamaika-Koalition zuzulaufen.

Wäre das auch ein Modell für Niedersachsen?

Darüber mache ich mir heute noch keine Gedanken. Wir setzen erst einmal alles daran, wieder stärkste Fraktion im Lande zu werden. Ich habe gesagt, dass ich keine Koalitionen ausschließe, außer eine mit der AfD, während Herr Weil tunlichst Aussagen darüber vermeidet, ob Rot-Rot-Grün nicht eine Option für ihn wäre. Aber für eine Jamaika-Koalition in Niedersachsen müsste sich etwa ein Herr Christian Meyer schon ganz schön ändern.

Alles zur Bundestagswahl finden Sie auf unserer Themenseite.

Hat das hohe Abschneiden der AfD Sie eher erstaunt oder erschreckt?

Es hat mich in erster Linie nachdenklich gemacht, warum es einer rechtspopulistischen Partei in Deutschland in einer schwierigen Situation gelingt, mit so einfachen Parolen Stimmen zu gewinnen. Das war wohl eine Denkzettelwahl. Aber nach so einem Denkzettel dürfen wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, zumal wir die Botschaft verstanden haben. Festzuhalten bleibt, dass die Union stärkste Kraft in Deutschland ist. Ich bin ziemlich sicher, dass es uns über Jahre gelingt, durch eine stringente, konsequente Politik der AfD auch Wähler abspenstig zu machen. Wir hier in Niedersachsen kritisieren bei Rot-Grün neben der falschen Bildungs- auch eine falsche Flüchtlingspolitik, die auch zum Erstarken der AfD beigetragen hat.

Interview: Michael B. Berger     

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