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Hannover Zu wenig Bürger nutzen Warnsystem Katwarn
Nachrichten Hannover Zu wenig Bürger nutzen Warnsystem Katwarn
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00:49 07.04.2018
In diesem speziellan Raum trifft sich der Einsatzstab der Feuerwehr und der Landeshauptstadt bei großen Schadenslagen, wie Hochwasser oder heftigen Stürmen, auf die die Bevölkerung auch mittels des neuen Warnsystems Katwarn aufmerksam gemacht wird. Quelle: Villegas
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Hannover

 Die Verbreitung der kostenlosen Warn-App Katwarn für Mobiltelefone ist in Hannover bislang hinter den Erwartungen zurück geblieben. Das bemängelt die Berufsfeuerwehr. „Die Verbreitung von Smartphones in Hannover beträgt rund 90 Prozent – die Nutzung der Katwarn-App kann damit bislang noch nicht mithalten, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz. 

Seit September 2016 nutzen die Berufsfeuerwehr und die Landeshauptstadt die neue Software, um bei Katastrophen wie Hochwasser, Großbränden oder schweren Unwetter oder Bombenräumungen die Bevölkerung warnen zu können. Rund 17 000 Personen hatten die App bereits vorher freiwillig auf ihre Mobiltelefone geladen. „Nach dem Start in Hannover stieg die Zahl immerhin auf etwa 30 000 Nutzer“, sagt Hintz. Derzeit wird die App im gesamten Stadtgebiet von etwa 42 000 Menschen genutzt. „Zum Vergleich: Bei dem Amoklauf in München im Sommer 2016 haben die Einsatzkräfte über diese App rund 250 000 Empfänger erreicht“, sagt Hintz.

Die Katwarn-App wurde vom Fraunhofer Institut entwickelt. Sie empfängt ortsbezogene Warnungen der Behörden. Der Nutzer kann sich die Warnungen sowohl an seinen aktuellen Standort als auch an frei wählbare Adressen schicken lassen. Zusätzlich empfängt die App deutschlandweit alle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes.

Das Land Niedersachsen setzt zusätzlich auf die ebenfalls kostenlose Warn-App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Zur Umsetzung des Systems hat das Land eine eigene Warnzentrale Niedersachsen eingerichtet. Sie wird in Kooperation mit der Rettungsleitstelle in Stade betrieben. „Dort sind rund um die Uhr Fachkräfte im Dienst, die die Warnmeldungen bearbeiten und in das System eintragen“, sagt Matthias Eichler, der Sprecher des Innenministeriums. Mit der Verbreitung der Warn-App NINA ist die Behörde noch nicht zufrieden. „Wir sind sehr daran interessiert, den Anteil an Endnutzern dieser besonderen mobilen Warn-App kontinuierlich zu erhöhen, um die individuelle Erreichbarkeit in Gefahrensituationen weiter zu verbessern“, sagt Eichler.

Von Tobias Morchner

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