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Hannover Neues Handbuch bietet Unterrichtsmodule für die Oberstufe
Nachrichten Hannover Neues Handbuch bietet Unterrichtsmodule für die Oberstufe
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18:03 06.09.2018
Praktikum, Potenzialanalyse, Einzelberatung: Berufsorientierung ist an der Leibnizschule im Lehrplan fest eingebaut. Schulleiterin Monika Rosner erläutert die Stelltafel. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Besuch im Berufsinfomationszentrum und Bewerbertraining in Jahrgang 9, zwei Wochen Praktikum, Potenzialanalyse und Einzelberatung in Jahrgang 10, noch mal zwei Wochen Praktikum und ein Studienkompetenztest, Praktikums- und Berufsmessen, Eltern-Schüler-Abende – an der Leibnizschule ist Berufsorientierung ein fester Bestandteil im Lehrplan, und das quer durch alle Jahrgänge. „Wir wollen das unsere Schüler ihre Talente entdecken und entwickeln“, sagt Schulleiterin Monika Rosner. Deshalb habe das Gymnasium in der List, das seit jeher einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkte habe, auch andere Profile wie Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, aber auch Musik und Kunst ausgebaut.

Neues Handbuch für Oberstufenlehrer

„Was kann es Besseres geben, als dass Schüler nach dem Abschluss einen möglichst klaren Weg vor Augen haben, wie es mit ihnen weitergehen soll“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD), als er in der Leibnizschule einen neues Handbuch zur beruflichen Orientierung vorstellte. Der mehr als 200 Seiten umfassende Band, den das Kultusministerium mit der Bundesagentur für Arbeit und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft herausgegeben hat, enthält Unterrichtsmodule für Berufsorientierung in der Oberstufe. Er richtet sich an Lehrer an landesweit 400 Gymnasien und Gesamtschulen mit Oberstufen. Es geht um Selbsterkundung bei den Schülern, sie sollen Berufstätige, Azubis und Studenten interviewen, Berufsmessen und Unternehmen besuchen, Stellenanzeigen analysieren, ein Assessment-Center kennenlernen, aber auch einen Plan B entwickeln.

Abbruch als Chance

„Rund ein Viertel der Studenten und Auszubildenden brechen ab“, sagte Bärbel Höltzen-Schoh von der Regionaldirektion Niedersachsen der Agentur für Arbeit. Ein Abbruch sei kein Drama. Wenn er aber aus Unkenntnis geschehe, weil die Schüler nicht um die Berufsmöglichkeiten oder ihre eigenen Stärken wüssten, sei das ärgerlich. „Das müssen wir vermeiden.“

Berufsorientierung sei heute eine Querschnittsaufgabe für alle Schulen, betonte Tonne. „Das ist anders als vor 25 Jahren, als man beim Arbeitsamt drei Klicks an einem Computer gemacht hat, da kam bei mir raus, dass ich Fortwirt werden sollte“, erzählte der studierte Jurist.

Von Saskia Döhner

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