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Hannover Tankstellenräuber zu fünf Jahren Haft verurteilt
Nachrichten Hannover Tankstellenräuber zu fünf Jahren Haft verurteilt
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00:43 18.05.2018
Torsten P. wurde von Anwalt Björn Nordmann verteidigt. Das Urteil gegen den 47-Jährigen ist bereits rechtskräftig. Quelle: Michael Zgoll
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Burgdorf / Hildesheim

 Fünf Jahre und ein Monat Gefängnís: Das ist die Strafe, die das Landgericht Hildesheim jetzt gegen Torsten P. verhängt hat. Der 47-Jährige hatte am Abend des 10. November 2017 im Burgdorfer Ortsteil Heeßel zunächst eine Aral-Tankstelle überfallen und 1048 Euro erbeutet  – mit vorgehaltener Pistole, die sich später als Schreckschusswaffe entpuppte. Dann war P. zur benachbarten HEM-Tankstelle gelaufen und hatte einen Lieferwagenfahrer mit vorgehaltener Waffe  gezwungen, ihm seinen Fiat Ducato zu überlassen. Mit diesem Wagen demolierte er wenig später im Burgdorfer Zentrum drei geparkte Autos. Er setzte seine Flucht zu Fuß fort, wurde aber schon kurz nach Mitternacht gefasst. 

Entziehungsanstalt geht vor

Die 9. Große Strafkammer verurteilte P. wegen schwerer räuberischer Erpressung in zwei Fällen sowie Fahrerflucht zu fünf Jahren Gefängnis, das Urteil ist bereits rechtskräftig. Der eine Extra-Monat resultiert aus der Umwandlung einer früher wegen Körperverletzung verhängten Geld- in eine Haftstrafe. Doch wird der 47-Jährige zunächst nicht in den normalen Strafvollzug kommen, sondern in eine Entziehungsanstalt – das Gericht hatte eine entsprechende Unterbringung angeordnet. Der 23-mal vorbestrafte, aus  Hannover stammende Mann konsumiert seit Jugendzeiten Heroin, Kokain, Ecstasy und Alkohol. Da P. schon etliche Therapieversuche hinter sich hat, hielt eine Gutachterin eine Dauer des nun beginnenden Entzugs von drei Jahren für geboten. Nur dann, so urteilten auch die Richter, gebe es eine Chance, dass der 47-Jährige keine neuen Straftaten mehr begeht. 

Zu den traurigen Höhepunkten von P.s krimineller Karriere zählen zwei Überfälle auf Banken in Pattensen und Oldenburg in den neunziger Jahren. Doch beging er viele seiner stümperhaft ausgeführten Taten – gemeinsam mit Kumpanen – unter Drogeneinfluss, wurde meist schnell gefasst. Der Vorsitzende Richter Rainer de Lippe warnte den Räuber vor weiteren Verfehlungen: Bei der nächsten Verurteilung sei eine Sicherungsverwahrung denkbar. Noch während des Prozesses hatte die Kammer angeordnet, dem stark tätowierten Angeklagten eine DNA-Probe per Abstrich zu entnehmen – dann könnte man P. bei möglicherweise folgenden Straftaten leichter überführen.

Von Michael Zgoll

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