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Hannover Darum trägt die Busenschnecke jetzt einen BH
Nachrichten Hannover Darum trägt die Busenschnecke jetzt einen BH
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14:22 02.06.2018
Günter Haese und Künstlerin Mansha Friedrich mit Dori. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Eingeknickt? Auf keinen Fall, sagt Günter Haese. Der Chef der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim steht an der Hildesheimer Straße und redet. Hinter ihm rauschen Autos vorbei, vor ihm steht die Skulptur Dori, eine von ihm entworfene und so genannte „Busenschnecke“, die seit einiger Zeit für gewisse Furore sorgt. Das mollige Vieh hat Fans, aber auch Gegner wie Frauenorganisationen oder Regionspräsident Hauke Jagau, die es sexistisch finden. Grund: Dori hat ziemlich stattliche Brüste. Bislang waren sie entblößt, doch nachdem die Üstra die Gartenheim-Werbung mit der „Busenschnecke“ von ihren Bussen verbannte, hat Haese nun reagiert und ihr nicht nur Flügel, sondern von der Strickkünstlerin Mansha Friedrich einen bunten BH aus Acrylwolle verpassen lassen.

Für Haese ist der nun züchtige „Busenschneckenschmetterling“ kein Zurückrudern: „Wir haben einen Witz verballhornt“, sagt er. Denn natürlich finde er die Busenschnecke – nach dem Vorbild seiner Frau Doris - witzig, „sonst hätte ich sie ja nicht gemacht“. Die teils heftigen Reaktionen? „Dass man eine gewisse Form der Eskalation in Kauf nimmt, ist das Wesen der Kunst.“ Er selbst komme aus einer Künstlerfamilie, er sei nun einmal „im Grenzbereich unterwegs, das ist da, wo es bei den meisten aufhört“. Mit dem Vorwurf der Plumpheit könne er leben, sagt Haese. Auch mit jeder Form der Kritik.

„Die, die sich vorher nicht getraut haben zu lachen, können jetzt noch mal lachen. Damit wird die Fangemeinde noch größer.“ Frau Doris findet beide Varianten gut. „Aber eingepackt wirken die Brüste sogar noch mehr.“

Von Uwe Janssen

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