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Hannover CDU-Generalsekretärin sammelt Ideen
Nachrichten Hannover CDU-Generalsekretärin sammelt Ideen
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00:28 30.05.2018
AKK diskutiert leidenschaftlich mit CDU-Mitgliedern aus der Region. Quelle: Mathias Klein
Hannover

„Das werde ich mitnehmen.“ Dieser Satz fällt häufig am Sonnabendabend auf dem Gutshof Rethmar. Die Generalsekretärin der Bundes-CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, ist dort zu Gast und die Partei hat ihre Mitglieder eingeladen, über das künftige Grundsatzprogramm der CDU zu diskutieren.

Zu Wort meldet sich zum Beispiel der Vorsitzende der Senioren-Union Hannover-Land, Eckhard Keese, der die Zustimmung der CDU zu einem Einwanderungsgesetz fordert. Viele Unternehmer suchten qualifizierte Mitarbeiter, die nur im Ausland zu finden seien, argumentiert Keese. AKK, wie Annegret Kramp-Karrenbauers Name liebevoll in der CDU abgekürzt wird, stellt sich nicht gegen ein solches Gesetz. Sie macht aber deutlich, dass das nicht das Ende der „humanitären Verpflichtung“ sei, Flüchtlinge aufzunehmen. „Das unterscheidet uns von der AFD“, sagt sie und bekommt dafür Beifall.

Den Einwand einer CDU-Frau, sie fühle sich durch viele Kopftuch-tragende Frauen gestört, wischt Kramp-Karrenbauer charmant zur Seite: In Deutschland gelte Religionsfreiheit. Zudem sollten Frauen nicht auf das Kopftuch reduziert werden. Der Staat müsse sicherstellen, das eine Frau, die sich dafür entscheide, das Kopftuch zu tragen, dies auch freiwillig tue.

Es geht um Themen wie die nur schleppend vorankommende Digitalisierung, ein gemeinsames Abitur und auch die CDU selbst. In 40 Veranstaltungen bundesweit sammelt Kramp-Karrenbauer Ideen. Am Mittag war sie noch in Verden, am Sonntagvormittag ist sie in Münster. Der Aufbau ist immer gleich: Ein rundes Podest, dahinter eine große Magnetwand mit Themen und den Gedanken und Ideen der CDU-Mitglieder, die Generalsekretärin redest von einem Stehtisch aus, bewegt sich aber die zwei Stunden in alle Richtungen, die CDU-Mitglieder sitzen im Halbkreis um das Podium, darunter auch der Landesvorsitzende und Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann, und die Bezirksvorsitzende Maria Flachsbarth, die auch Parlamentarische Staatssekretärin in Berlin ist.

Aber Kramp-Karrenbauer hat auch eigene Ideen und macht das an diesem Abend in Sehnde deutlich. So greift die Forderung einer Lehrerin nach mehr Gemeinsamkeiten der Bundesländer in der Bildungspolitik auf ihre Art auf: „Wir sollte diskutieren, wie die ideale Schule aussehen könnte“, sagt sie. Dabei müsse es unter anderem um die Ausstattung aber auch um das Personal gehen.

Als ein CDU-Mitglied den zunehmenden Druck in der Arbeitswelt beklagt und verlangt, die Menschen dürften nicht immer stärker als Kostenfaktor abgestempelt werden, macht sich AKK für den Erhalt des Sonntags als Ruhetag stark. „Ich verstehe nicht, warum wir alles daran setzen, dass an immer mehr Sonntagen die Geschäfte geöffnet haben müssen“, betont sie. Die Gesellschaft sollte an Ruhezeiten festhalten. Auch eine Sache, die AKK mitnehmen wird.

Von Mathias Klein

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