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Hannover CDU: „Stadt soll Ihme-Zentrum kaufen“
Nachrichten Hannover CDU: „Stadt soll Ihme-Zentrum kaufen“
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06:00 29.03.2019
Das Ihme-Zentrum ist ein Problemfall. Quelle: Julian Stratenschulte / dpa
Hannover

Die Stadt soll sich ein Vorkaufsrecht für das Ihme-Zentrum sichern. Auf diese Weise lasse sich der Einfluss der Kommune auf die städtebauliche Entwicklung des Großkomplexes am besten sichern, meinen die Christdemokraten im Bezirksrat Linden-Limmer. Zum Beispiel könnte die gesamte Immobilie dann auch zum Sanierungsgebiet erklärt werden, für das öffentliche Fördergelder zur Verfügung stünden. „Die Stadt sollte in Bezug auf das Ihme-Zentrum generell mehr Verantwortung übernehmen und einen Kauf prüfen“, heißt es in einem Antrag, den die CDU am Mittwoch in das Gremium eingebracht hat – er wurde zur Beratung aber zunächst vertagt.

CDU regt einen Kauf des Ihme-Zentrums durch die Stadt an

Erst in der vergangenen Woche hatte der neue Großeigentümer des Ihme-Zentrums, Lars Windhorst, seine Pläne den Politikern von Stadtrat und Bezirksrat vorgestellt. Er sicherte zu, alle Verpflichtungen zu übernehmen, die die Stadt mit dem bisherigen Investor Intown vereinbart hatte, und zügig in die brachliegenden Gewerbeflächen zu investieren. Doch schon bei der Vorstellungsrunde im Rathaus, äußerten die Politiker fraktionsübergreifend Skepsis, ob Windhorst seinen Versprechungen auch Taten folgen lassen wird.

Ähnliche Vorschläge schon vor drei Jahren

Die Bezirksrats-CDU will die Stadt vorsorglich noch stärker in die Pflicht nehmen; diese hat im Ihme-Zentrum bereits Tausende Quadratmeter Büroflächen angemietet. Schon vor drei Jahren hatten sich die Christdemokraten in der Ratsopposition ähnlich positioniert und einen Kauf durch die Kommune als Idee ins Spiel gebracht, die aber schnell im Sande verlief. Denn nötig wären wohl Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, die mit Steuergeldern finanziert werden müssten. Auch die Diskussion, das Ihme-Zentrum zum Sanierungsgebiet zu machen, keimte seinerzeit bereits auf, unter anderem befürwortet von den Grünen im Bezirksrat. Doch Mehrheiten für diese Maßnahme, die einen starken Eingriff in die Rechte der Wohnungseigentümer bedeutet hätte, fanden sich letztlich nicht.

Von Juliane Kaune

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