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Hannover Notmensa und Cafés ersetzen geschlossene Essensausgabe
Nachrichten Hannover Notmensa und Cafés ersetzen geschlossene Essensausgabe
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20:14 08.10.2018
Biertischgarnituren stehen in einem der drei Werkstatträume an der Expo Plaza 2, die zu einer provisorischen Mensa mit 128 Plätzen umgestaltet wurden. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Die Studenten der Hochschule Hannover, die in den Gebäuden an der Expo Plaza lernen, müssen weiter auf die Wiedereröffnung der regulären Mensa warten. Die Sanierungsarbeiten in der „Großen Pause“ werden nach Auskunft von Heiko Kupsch, Leiter des Gebäudemanagements der Hochschule, voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern. Anschließend muss die Großküche mehrere Wochen lang vom Baustaub befreit und grundgereinigt werden, auch sind die mutmaßlich verkeimten Leitungen gründlich zu spülen. „Voraussichtlich Ende Januar 2019 werden wir den Studenten ihre Mensa wieder zur Verfügung stellen können“, sagt Kupsch.

Für das Wintersemester, das vor knapp drei Wochen begann, haben Hochschule und Studentenwerk Hannover nun –neben dem bereits im Design-Gebäude an der Expo Plaza 2 existierenden Café Seeblick – zwei weitere Anlaufpunkte für die Ausgabe von warmen und kalten Mahlzeiten geschaffen. Der als Übergangslösung angemietete Foodtruck, der vor dem Gebäude steht, wird seinen Standort am Kronsberg Mitte der Woche verlassen; den Studenten soll erspart bleiben, in der kalten Jahreszeit längere Zeit in einer Warteschlange vor dem silbern glänzenden Wagen verbringen zu müssen.

Der Foodtruck vor dem Hochschulgebäude wird noch diese Woche verschwinden. Quelle: Moritz Frankenberg

Drei Räume im Erdgeschoss, die zu den Ausbildungswerkstätten gehören und vorübergehend als Lagerräume genutzt wurden, dienen nun zur Verköstigung der Studenten. Allzu üppig ist das Angebot an den Biertischgarnituren allerdings nicht: Aus der Hauptmensa in der Callinstraße werden jeweils zwei Suppen oder Eintöpfe (einmal mit Fleisch, einmal vegetarisch) angeliefert, auch einfache Gerichte wie Chilli Con Carne oder Milchreis sollen in der Notmensa auf der Speisekarte stehen. 128 Sitzplätze stehen dort zwischen 11.15 und 14 Uhr zur Verfügung, Studentenwerk-Geschäftsführer Eberhard Hoffmann baut während dieser knapp drei Stunden auf einen vier- bis fünffachen Platzwechsel. „In der ,Großen Pause’ wurden im Schnitt 800 Essen pro Tag ausgegeben, da kommen wir jetzt natürlich nicht heran“, erläutert Hoffmann. Außerdem habe man im ersten Stock des Gebäudes Expo Plaza 12 eine weitere Cafeteria eingerichtet, wo zwischen 8 und 14 Uhr belegte Brötchen, Snacks und Getränke erhältlich sind. „Das alles ist natürlich nicht befriedigend“, sagt der Geschäftsführer, „aber unter den gegebenen Umständen die bestmögliche Lösung.“

Mietzahlungen eingestellt

Die eigentliche Mensa musste am 25. April dieses Jahres geschlossen werden, weil ein Abwasserrohr undicht geworden war. Stark verschmutztes Spülwasser, das auf dem Weg zu einem Fettabscheider war, ergoss sich in Revisionsschächte, in denen Elektro- und Netzwerkkabel verlaufen. Auf rund 50 Meter Länge musste der Fliesenboden aufgestemmt werden, nach einer zweimonatigen Pause sind Arbeiter nun damit beschäftigt, die Leitungen mithilfe von Hochdruckreinigern und Tüchern zu reinigen. Die Hochschule hat die Mietzahlungen an den Vermieter – eine Fondsgesellschaft aus Hamburg – eingestellt, auch die 6000 Euro monatlicher Mietkosten für den Foodtruck fallen künftig weg.

Rund um den Campus an der Expo Plaza lernen 2850 Studenten, hinzu kommen die Dozenten und etliche weitere Mitarbeiter. Die Verpflegungsmöglichkeiten in dieser Gegend sind schlecht, das nächstgelegene Restaurant findet man im Möbelhaus Ikea. „Natürlich sind wir nicht restlos glücklich mit den Provisorien“, sagt Gebäudemanager Kupsch, aber damit könne man den Studenten im Wintersemester wenigstens drei im Warmen befindliche Anlaufpunkte zum Essen anbieten.

Von Michael Zgoll

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