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Hannover Weihnachtsmarkt in Hannover soll künftig länger dauern
Nachrichten Hannover Weihnachtsmarkt in Hannover soll künftig länger dauern
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00:19 12.11.2018
Der Budenzauber rund um die Marktkirche und in der Altstadt soll im nächsten Jahr zwei Tage länger dauern. Quelle: picture alliance / Peter Steffen
Hannover

Hannovers Weihnachtsmarkt geht aller Voraussicht nach in die Verlängerung. Im kommenden Jahr soll der Budenzauber in der Altstadt auf Wunsch von SPD, Grünen und FDP bereits am Montag nach Totensonntag beginnen, zwei Tage früher als bisher. Damit würde der Markt insgesamt 26 Tage dauern. Dem Antrag des Mehrheitsbündnisses stimmten am Freitag im Wirtschaftsausschuss auch alle anderen Fraktionen zu. Nicht durchsetzen konnten sich die Linken mit ihrer Forderung, die Öffnungszeit des Marktes um eine Stunde bis 22 Uhr zu verlängern. Das Mehrheitsbündnis argumentierte, dass auch die Altstadt-Gastronomen zu später Stunde von der Besucherfülle profitieren sollten, die der Weihnachtsmarkt beschere.

Einig sind sich die Parteien in Sachen Verlängerung. „Der Weihnachtsmarkt ist ein Highlight und hat touristische Bedeutung“, sagt SPD-Wirtschaftspolitiker Florian Spiegelhauer. Auch die Aufbauzeit solle von zwei auf sechs Tage ausgedehnt werden. Das Mehrheitsbündnis wünscht sich, dass die Stadtverwaltung Schausteller und Marktbeschicker in diesem Jahr nach ihrer Ansicht zur Verlängerung befragt. 2018 wird der Weihnachtsmarkt noch wie gewohnt am Mittwoch nach Totensonntag, also am 28. November beginnen.

Der Schaustellerverband begrüßt den Vorstoß. „Die Zeit für den Aufbau ist bisher sehr kurz“, sagt Kevin Kratzsch, zweiter Vorsitzender des Niedersächsischen Schaustellerverbands. Nach Totensonntag sei der Bau aufwändiger Stände und Dekorationen innerhalb von zwei Tagen kaum zu schaffen. Eine Verlängerung auf sechs Tage entspanne die Lage. „Und wir freuen uns, unsere Produkte zwei Tage länger anbieten zu können“, sagt Kratzsch.

Kirchengemeinde ist skeptisch

Über eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes wird seit Langem diskutiert. Die CDU hatte zusätzliche Verkaufstage immer wieder gefordert. „Aber wir hörten von der Stadtverwaltung stets, dass die Marktkirchengemeinde eine Ausweitung skeptisch sehe“, sagt CDU-Wirtschaftsexperte Jens-Michael Emmelmann. Jetzt ist die Kirchengemeinde anderer Meinung. „Wir haben nichts gegen eine Vorverlegung, jedoch muss beim Aufbau die Ruhezeit am Totensonntag eingehalten werden“, sagt Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann. Jedoch sollte der Budenzauber nicht über die Feiertage hinausgehen.

Damit liegt die Kirchengemeinde auf einer Linie mit den Schaustellern. „Viele Marktbeschicker wollen lieber die Feiertage bei ihren Familien verbringen“, sagt Kratzsch vom Schaustellerverband. Insofern sei es unnötig, die Dauer des Marktes weiter in die Länge zu ziehen.

Hannovers Weihnachtsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Besuchermagnet entwickelt. Im vergangenen Jahr besuchten an 24 Tagen rund 1,75 Millionen Menschen die Stände in der Altstadt.

Weihnachtsmarkt in Hannover: Die Termine für 2018

Von Andreas Schinkel

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