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Hannover Bewerber suchen Chance für RTL-Show „Das Supertalent“
Nachrichten Hannover Bewerber suchen Chance für RTL-Show „Das Supertalent“
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00:20 10.04.2018
Im Kuppelsaal sind am Sonnabend zahlreiche Bewerber zusammen gekommen, um ihre Chance beim Vorcasting für die RTL-Show „Das Supertalent“ zu suchen. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

 Es gibt Schlimmeres als Sonnabend mittags in der warmen Sonne zu sitzen und auf ein Casting zu warten. Aber Marlon ist doch aufgeregt. Das Frühlingswetter vor dem Kuppelsaal ist entspannend, aber der 12-Jährige ist schon im Tunnel, wie Fußballer sagen würden. Er konzentriert sich auf sein Talent, Dieter Bohlen soll es irgendwann erkennen und würdigen und ihn damit zum „Supertalent“ machen.

 Am Sonnabend ist Casting für die nächste Staffel der RTL-Show, von mittags bis abends, Marlon ist mit seinem Papa aus Detmold angereist, der Rest der Familie ist in die Innenstadt shoppen gegangen, die Anzahl der Begleitpersonen ist begrenzt. Die Konkurrenz ist auch schon da, rund 50 Bewerber stehen zu dieser frühen Castingstunde schon vor dem Gebäude, sie sind dem Aufruf des Privatsenders gefolgt und warten nun, reingerufen zu werden, um ihr Glück zu versuchen. Dieter Bohlen ist Sonnabend noch nicht da, es ist eine Casting-Jury, die die Kandidaten in dieser Vorauswahl unter die Lupe nimmt. Ein „Ja“ gibt es Sonnabend noch nicht, höchstens ein „vielleicht“ – oder eben eine Absage. Musiker und Tanzgruppen sind in der Mehrzahl. 

 Marlon kann zumindest etwas, was nicht viele können: Marlon beatboxt Beethoven. Vormachen? Klar, das geht auch in der Konzentrationsphase auf Kommando draußen vor der Tür. „Für Elise“, sagt der Schüler noch, dann verwandelt sich sein Gesicht in eine DJ-Maschine, die singt, scratcht, rattert und groovt. Kurz nach dieser furiosen Kostprobe ist Marlon wieder der fast schüchterne Junge. „Irgendwann hat er diese Geräusche gemacht“, sagt sein Vater, der schon ein bisschen stolz aussieht – und seinen Sohn, der zuhause auch Schlagzeug spielt, voll unterstützt bei seinem ersten großen Casting

Der zweite Versuch

 Unterstützung braucht Norbert nicht. Der Braunschweiger will zeigen, dass nicht nur junge Menschen beim „Supertalent“ eine Chance haben. „Bohlen ist mein Jahrgang“, sagt der 64-Jährige, der ein Doppelprogramm vorbereitet hat: „Ich singe Oper und Ed Sheeran“, sagt Norbert. Vor zwei Jahren hat er schon einmal mitgemacht, damals hat er sogar seinen Urlaub in Kroatien abgebrochen, erzählt er. Geschafft hat er es dann doch nicht ins Fernsehen. Diesmal soll alles besser werden. 

 Während Norbert entspannt in der Sonne sitzt, machen sich Benni und seine sechs Damen im Hof warm. Hip-Hop-Tanz ist ihr Metier, „ExeQtive“ nennen sie sich, „Vogue“ heißt ihr Style. Sie sind aus Höxter angereist, die jungen Frauen zwischen 15 und 21 haben sich alle Zöpfe geflochten, Choreograf Benni, 28, trägt ein Stirnband. Ihr Erkennungszeichen ist die „Crown“, dazu legen sie die Hände mit den Handflächen nach außen seitlich an den Kopf. Aber mit dem Krönchen allein kommen sie nicht weit, deshalb tanzen sie sich zur Musik ein. Zehn Minuten am Stück könnten sie zeigen, aber „für heute haben wir etwas zusammengemischt, um von allem etwas zu zeigen“, sagt Tänzerin Nina. 

Die Spannung steigt

 Und schon wird wieder jemand reingerufen. Die Spannnung steigt, aber die Stimmung ist gut, weil die Bewerber zu unterschiedlichen Uhrzeiten bestellt worden sind. „So vermeiden wir, dass alle auf einmal kommen“, sagt eine Mitarbeiterin. Der Ton ist freundlich, fast herzlich. Man versucht, den Anwärtern den Druck zu nehmen. Morgen geht’s weiter nach Erfurt. Und demnächst gibt es für einige der hannoverschen Bewerber hoffentlich gute Nachrichten – wenn aus dem „Vielleicht“ ein „Ja“ wird.  

Von Uwe Janssen

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