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Hannover 18. Gymnasium bleibt Streitpunkt im Rat
Nachrichten Hannover 18. Gymnasium bleibt Streitpunkt im Rat
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19:08 29.11.2018
Der Bau eines neuen Gymnasiums ist längst beschlossen, der Rat streitet immer noch. Quelle: picture alliance / Felix Kästle/
Hannover

Der Streit um den Bau eines 18. Gymnasiums scheint noch nicht beendet zu sein – obwohl die Ratspolitik längst einen Beschluss gefällt hat. Die CDU nimmt das Thema am Donnerstag im Rat noch einmal auf und wirft der Ratsmehrheit (SPD, Grüne, FDP) vor, die Entscheidung hinter verschlossenen Türen getroffen zu haben, im vertraulichen Verwaltungsausschuss. Die Ratsmehrheit wehrt sich, verweist auf öffentliche Diskussionen im Schulausschuss und lässt zugleich durchblicken, dass man demnächst eine neue Elternbefragung anschieben will.

Die Christdemokraten wollen die Debatte um den Schulbau mithilfe der aktuellen Stunde in die Öffentlichkeit ziehen und zugleich ihrer Forderung Nachdruck verleihen, eine Realschule statt eines Gymnasiums zu bauen. „Nicht alle Schüler sind den Anforderungen eines Gymnasiums gewachsen“, sagt CDU-Ratsherr Arne Borstelmann. Das zeige die hohe Zahl von Abgängern.

Die SPD räumt ein, dass innerhalb der Partei um den Bau eines Gymnasiums gestritten wurde. „Am Ende wollten wir dem Elternwillen nicht entgegenstehen“, sagt SPD-Schulpolitikerin Afra Gamoori. Aber auch Gesamtschulen wolle man stärken, schließlich gelte für die SPD das Leitbild: Eine Schule für alle. Demnächst werde die SPD die Stadt auffordern, eine neue Elternbefragung durchzuführen.

Den Grünen ist wichtig, dass das neue Gymnasium lernbehinderten Kindern offensteht. „Inklusion ist an Gymnasien noch nicht weit verbreitet“, sagt Grünen-Fraktionschefin Freya Markowis. Sie glaubt, dass Hannover auch eine neue IGS verträgt, das werde vermutlich die neue Elternbefragung zeigen.

Die AfD spricht sich für den Bau eines neuen Gymnasiums aus, hält aber nichts davon, lernbehinderte Kinder in diese Schulform aufzunehmen. Die Linke will am liebsten eine Laborschule bauen, die FDP beugt sich dem Elternwillen und plädiert für das Gymnasium. Die „Hannoveraner“ halten ein neues Gymnasium für zwingend, Einzelvertreter Tobias Braune wundert sich, dass die SPD keine Gesamtschule will.

Von Andreas Schinkel

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