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Jury zeigt sich von der IGS List begeistert

Deutscher Schulpreis Jury zeigt sich von der IGS List begeistert

Die Integrierte Gesamtschule List ist die einzige Schule in Niedersachsen, die für den diesjährigen Deutschen Schulpreis nominiert werden könnte. Zwei Tage lang hat sich die Jury ein Bild von der Schule gemacht. Ihr Fazit fällt sehr gut aus. 

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Begeistert von der Arbeit der IGS List: Die Jurymitglieder und die Schulleitung zeigen sich zufrieden: Wolfgang Wildfeuer (von li,), das Tema der IGS-Schulleitung mit Martin Hahnheiser, Petra Hoppe (Didaktische Leiterin), Schulleiter Oswald  Nachtwey, Nina Jude, Stefan Brauckmann, Silvia-Iris Beutel und Gerhard Eikenbusch.

Quelle: Foto: Katrin Kutter

Hannover.  „Ich habe erstaunliche Kompentenz bei den Schülern erlebt, die ihr Lernverhalten weitgehend selbstständig gestalten, sie sind nicht Lerngegenstand, sondern Lernvermittler.“ Wolfgang Wildfeuer ist sichtlich beeindruckt von dem, was er an der Integrierten Gesamtschule (IGS) List gesehen hat. Dabei hat der Schulberater aus Sachsen schon viele gute Schulen gesehen. Seit mehr als zehn Jahren gehört er der Jury des Deutschen Schulpreises an.

Zwei Tage lang wird die Schule für den Deuschen Schulpreis unter die Lupe genommen

Zwei Tage lang hat Wildfeuer zusammen mit anderen Jurymitgliedern die IGS List unter die Lupe genommen, viele Unterrichtseinheiten besucht, mit Lehrern, Schülern, Eltern und Kooperationspartner gesprochen. Bis Mitte März soll jetzt entschieden werden, ob die Schule es dieses Mal –  im dritten Anlauf nach 2007 und 2013 – schafft, zu den 15 nominierten Standorten zu zählen, aus denen dann im Mai die Bestplatzierten gewählt werden.

Das Fazit der Jury nach ihrem Besuch stimmt jedenfalls zuversichtlich. Von einer „hohen Lehrerpräsenz“ spricht Silvia-Iris Beutel, Professorin für Schulpädagogik an der Universität Dortmund, dies zeuge von einer starken Zugewandtheit der Pädagogen zu den Kindern. Das Gelernte wirke nach, auch in der Zusammenarbeit mit den außerschulischen Kooperationspartnern, berichtet Prof. Stefan Brauckmann, Experte für Qualitätsentwicklung an der Uni Klagenfurt (Österreich). „Man hat uns erzählt, dass Eltern hier quasi länger zur Schule gehen als die Schüler selbst“, sagt er lächelnd.

Tolles Lernklima loben Jurymitglieder an der IGS List

Die Verbundenheit aller Beteiligten und ihr Engagement drücke sich in einem sehr gute Lernklima aus, das viel Raum für Kreativität lasse, meint auch Nina Jude vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt. Die Schüler wüssten genau, was die Schule wolle und würden das im Unterricht, aber auch außerhalb mit weiterentwicklen, betont Gerhard Eikenbusch, der früher die Deutsche Schule in Stockholm geleitet hat.

„Auf so eine Schule wäre ich früher selbt gern gegangen“, fasst Sportjournalist Lennert Bischoff (33) seine Eindrücke zusammen. Er wird im Mai die Verleihung des Deutschen Schulpreises moderieren.

Klappt es dieses Mal mit der Nominierung? IGS-Leiter Oswald Nachtwey gibt sich vorsichtig optimistisch: „Ich glaube, unsere Chancen stehen ganz gut.“ In Niedersachsen ist die IGS List die einzige Schule, die es in die Auswahl der 20 Schulen geschafft hat, von denen dann 15 nominiert werden. „Das ist eine Topleistung“, sagt Andrea Preußker von der Robert-Bosch-Stiftung, die den Deutschen Schulpreis verleiht. „Es ist fast so schön, wie den Preis am Ende zu gewinnnen.

Von Saskia Döhner

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