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Hannover Stadt stößt bei Chico-Recherchen auf Problemfall
Nachrichten Hannover Stadt stößt bei Chico-Recherchen auf Problemfall
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00:21 15.09.2018
Der Fall des Hundes Chico, der zwei Menschen tot gebissen hat, erregte bundesweit Aufmerksamkeit. Inzwischen ist das Tier eingeschläfert. Quelle: Holger Hollemann/dpa
Hannover

Die Stadt Hannover hat die Geschehnisse rund um den Hund Chico, der zwei Menschen tot gebissen hat, zum Anlass genommen, alte Vorfälle noch einmal zu prüfen. 3600 Hunde-Problemfälle aus den vergangenen 15 Jahren hat die Verwaltung unter die Lupe genommen. Ergebnis: Nur in einem Fall sieht sich die Stadt genötigt einzuschreiten. „Wir haben ein Verfahren eingeleitet“, teilt Ordnungsdezernent Axel von der Ohe mit. Die große Masse der Vorgänge sei aber von den Stadtmitarbeitern ordnungsgemäß bearbeitet worden.

Im Fall Chico hat die Stadt Fehler eingeräumt. Im Vorfeld der tödlichen Beißattacke hatte die Verwaltung bereits Hinweise bekommen, dass der Hund auffällig ist und die Halter offensichtlich überfordert sind. Dem sind die Behörden nicht mit aller Konsequenz nachgegangen. Kürzlich hat von der Ohe betroffene Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt.

Unter den überprüften Hunde-Vorfällen der vergangenen Jahre befinden sich auch etliche Verstöße gegen den Leinenzwang. Denen sei man freilich nicht nachgegangen, sagt der Ordnungsdezernent. Im Fokus standen Tiere, die aufgrund eines unnatürlichen Aggressionsverhaltens auffällig wurden. „In 26 Fällen haben wir Nachforschungen zum Verbleib eines Hundes angestellt“, sagt von der Ohe. Nur in einem Fall habe man den Hund noch beim damaligen Halter angetroffen. In 33 Fällen habe sich die Aufmerksamkeit noch einmal auf den Halter gerichtet, ohne jedoch tätig werden zu müssen.

Von Andreas Schinkel

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