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Hannoveraner verirren sich beim Skilanglauf im Harz

Stundenlange Suche Hannoveraner verirren sich beim Skilanglauf im Harz

Eine Frau und ihre zwei Kinder aus Hannover haben sich beim Skilanglauf im Harz verirrt. Erst nach einer dreistündigen Suche konnte die Polizei und die Bergwacht die Familie finden. Sie war offenbar von der Dunkelheit überrascht worden.

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Windersportler im Harz (Symbolbild)

Quelle: dpa

Braunlage.  Ein glückliches Ende hat die stundenlange Suche nach einer Familie aus Hannover gefunden, die beim Skilanglauf im Harz die Orientierung verloren hatte. Eine 36-Jährige mit ihren 11 und 14 Jahre alten Kindern habe sich am Sonntagabend per Notruf gemeldet, teilte die Polizei am Montag mit. 

Im Raum Sonnenberg habe sich die Familie verlaufen - die Folge sei eine dreistündige Suchaktion von Polizei und Bergwacht gewesen. Zunächst sollten die drei Familienmitglieder per Handyortung aufgespührt werden. Die lockte die Einsatzkräfte allerdings auf eine flasche Fährte: Der Zielpunkt lag südlich des Oderteiches und somit einige Kilometer vom Aufenthaltsort der Familie entfernt.

Ein weiteres Problem stellten die engen und verschneiten Waldwege dar: Streifenwagen der Polizei Braunlage konnten hier nicht fahren. Die Bergwacht musste mit einem Raupenfahrzeug weitersuchen. Per Telefon hielten Polizei und die Mutter Kontakt. Schließlich fanden die Retter die drei erschöpften und leicht unterkühlten Vermissten auf einem schmalen Wanderpfad. Erst um 22 Uhr hatte die winterliche Odyssee ein Ende und die Familie war zurück an ihrem geparkten Fahrzeug.

Die Familie sei erst gegen 15 Uhr - deutlich zu spät gestartet - und dann von der Dunkelheit überrascht worden, teilte die Polizei mit. Die Rettungsaktion erinnert an einen Vorfall aus dem vergangenen Jahr: Am 15. Januar hatte sich eine Familie aus Hannover am Bocksberg bei Hahnenklee verirrt und musste über mehrere Stunden von den Rettungskräften gesucht werden. 

Wander- und Skitouren sollten laut der Polizei in Goslar gut geplant und rechtzeitig vor der Dunkelheit beendet sein. Der Alpenverein Hannover rät, vor dem Gang in Schnee die wichtigsten Notrufnummern zu notieren. Außerdem solle man seine Grenzen beim Wintersport kennen und die Weitläufigkeit der Wander- und Skigebiete auch im Harz nicht unterschätzen. Wer Mitglied in einem Alpenverein ist, muss Bergrettungen nicht selber bezahlen. Einsätze, wie Sonntag im Harz, können schnell mehrere Tausend Euro kosten.

Von dpa/man

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