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Hannover Tierische Bibelstunde im Zoo Hannover
Nachrichten Hannover Tierische Bibelstunde im Zoo Hannover
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00:43 03.06.2018
Die ev. Familienbildungsstaette organisiert erstmals für 6 Kitas (rund 100 Kinder) einen "religionspaedagogischen Zoobesuch" mit Erzählstationen zu Evas Schlange oder der Arche Noah. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Dass in der Bibel eine Schlange vorkommt, eine, die letztlich zur Vertreibung aus dem Paradies führt, ist weithin bekannt. Auch in der Geschichte der Arche Noah aus der Bibel sind Tiere reich gesät. Aber in Flusspferde? Ina Seidensticker (54), Fachberaterin der Kitas im Diakonischen Werk, hat die Dickhäuter im Alten Testament im 2. Buch Mose 2:1-10 verortet. Es sei ein bisschen geschummelt, explizit werde in der Geschichte über Miriam und ihren kleinen Bruder Mose kein Flußpferd erwähnt, sagt die 54-Jährige. Aber der Nil spiele in ihrer Geschichte eine wichtige Rolle -, und da lebten Flusspferde.

Seidensticker steht im Zoo mit 19 Kindern aus der Kita Zum barmherzigen Samariter Lohnde vor der Sambesi-Flusspferdanlage und erzählt die Geschichte, wie Miriam den Bruder vor derErmordung durch die Männer des Pharao des Pharao rettet. Zeitgleich sind im gesamten Zoo noch sechs andere Bibelerzähler unterwegs. Um Daniel in der Löwengrube geht es, um die Arche Noah, um die Geschichte vom verlorenen Schaf oder um Bileam und die sprechende Eselin: Immer passt der Ort zur Erzählung. Insgesamt rund 100 Kindern aus sechs evangelischen Kindertagesstätten aus der Region beteiligen sich am Donnerstag an dem ungewöhnlichen Projekt der Evangelischen Familienbildungsstätte.

Die Bibelstunde wird aus der Kita in den Zoo verlegt. Und nicht nur das: „Wir wollen mit biblischen Tiergeschichten Brücken in die reale Welt schlagen“, sagt Steffen Marklein (59). Der Pastor und Studienleiter der hannoverschen Bibelgesellschaft hat den „religionspädagogischen Zoobesuch" im Zoo Hannover initiiert. Die echten Tiere sollen überdies die Phantasie der Kinder beflügeln, die biblische Geschichte farbiger, plastischer gestalten.

Und wie finden die Kinder das? Fakt ist an diesem Tag jedenfalls, dass sie trotz großer Hitze aufmerksam zuhören. Und am Ende nehmen sie ganz verschiedene Eindrücke aus der Geschichte mit. Ronja (6) beispielsweise findet, schlimm, dass der kleine Mose tatsächlich umgebracht werden soll. Fabian (6) dagegen ist primär an den Tieren interessiert, daran erinnert auch die Bibelgeschichte nichts. Er ist eigentlich Elefantenfan. Aber ja, die Flusspferde, die haben auch etwas.

Von Jutta Rinas

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