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Hannover Am Flughafen soll ein Büroviertel entstehen
Nachrichten Hannover Am Flughafen soll ein Büroviertel entstehen
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17:18 26.06.2018
So könnten die Gebäude im neuen Büroviertel Sky City auf dem Flughafen-Gelände aussehen. Quelle: haj
Hannover

Der Flughafen Langenhagen geht auf Expansionskurs. Ein Büroviertel für 1000 bis 1300 Beschäftigte, genannt Sky City, soll entlang der Petzelstraße entstehen nahe dem Leonardo Airport Hotel. Derzeit sucht die Flughafen-Leitung nach Investoren, erste Gespräche werden bereits geführt. Für den ersten Entwicklungsabschnitt ist eine Grundstücksfläche von 17.000 Quadratmetern vorgesehen. Sollte ein Investor mehr Platz benötigen, könnte das in die Jahre gekommene Flughafen-Verwaltungsgeäbude abgerissen werden, sodass noch einmal 10.000 Quadratmeter hinzu kämen. „Für den ersten Abschnitt rechnen wir mit einem Baubeginn im Jahr 2020/21“, sagt Lothar Schlüter, Chef der Flughafen-Immobilienabteilung. Die Grundstücksfläche sei bereits erschlossen und auf mögliche Blindgänger untersucht worden.

Das Areal soll nicht verkauft werden, der Flughafen will mit Investoren einen Erbpachtvertrag schließen. Damit sichert sich die Flughafen-Gesellschaft Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung der Bürobauten. Ein Architektenwettbewerb ist nicht vorgesehen, man habe aber ein renommiertes Architekturbüro gebeten, erste Skizzen und Computersimulationen anzufertigen, sagt Schlüter. Herausgekommen sind variable Gebäudekomplexe mit aufgelockerter Fassadenoptik. „Wir wollen keinen Betonkasten auf das Grundstück setzen“, sagt der Immobilienexperte. Die Höhe der Bauten ist auf sechs Geschosse begrenzt. Orientierungspunkt bildet das Maritim Airport Hotel gegenüber der Sky City. Das Hotel gebe das Maß vor, die neuen Gebäude sollen sich anpassen, sagt Schlüter. Dabei stimme man sich auch mit der Stadt Langenhagen ab.

„Platz hätten wir für einen Großinvestor wie die Continental AG“, sagt der Immobilienchef des Flughafens. Aber die Conti hat sich entschieden, ihren Hauptsitz in Hannover an der Hans-Böckler-Allee zu errichten. „Wir hatten damals dem Konzern unser Grundstück angeboten, aber es ist schwierig, Conti aus Hannover abzuziehen“, sagt Schlüter. Jetzt laufe es darauf hinaus, dass sich in der geplanten Sky City mehrere Mieter die Gebäudeflächen teilen. „Im Erdgeschoss können wir uns auch gewerbliche Ausstellungsräume vorstellen“, sagt Schlüter.

Wenn bis zu 1300 Beschäftigte morgens zu ihren neuen Büros fahren, dürfte der Verkehr auf der Münchner Straße und der Flughafenstraße deutlich zunehmen. Zum Vergleich: Um den Pendel-Verkehr zur neuen Conti-Zentrale bewältigen zu können, baut die Stadt Hannover die Hans-Böckler-Allee aus. „Auch wir schauen uns die Verkehrsknotenpunkte auf dem Flughafen-Gelände genau an und rechnen durch, ob etwas verändert werden muss“, sagt Schlüter an. Man wolle verhindern, dass sich in Spitzenzeiten Staus bilden. Zunächst gehe er davon aus, dass die vorhanden Straßen und Kreuzungen leistungsfähig sind. Für Sky City stehen allein 16.000 Parkplätze zur Verfügung. Zudem sind die neuen Arbeitsstätten auch mit der S-Bahnlinie zum Flughafen gut zu erreichen.

Von Andreas Schinkel

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