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Hannover Tochter muss falsches Grab nicht komplett zahlen
Nachrichten Hannover Tochter muss falsches Grab nicht komplett zahlen
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19:00 19.10.2017
Von Michael Zgoll
Die Tochter, für deren verstorbene Mutter auf einem Friedhof in Isernhagen K. B. ein falsches Grab ausgehoben wurde, muss nicht die gesamten Beerdigungskosten zahlen.  Quelle: Archiv
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Isernagen K. B.

Eine Bestatterin hatte die 57-jährige Claudia Kassner verklagt, weil diese aufgrund der unhaltbaren Situation auf dem St.-Marien-Friedhof die Hälfte der Rechnung von 2058 Euro einbehalten hatte. Das Amtsgericht Burgwedel urteilte nun, die Tochter müsse dem Beerdigungsinstitut nur noch 514 Euro überweisen, zusätzlich zu den bereits gezahlten 1029 Euro.

Bei der Beerdigung im April 2016 war es zu erschütternden Szenen gekommen. Weil Kassner ihre Mutter unbedingt an der vorgesehenen Stelle begraben wollte, hob sie nach langem Warten mithilfe von Trauergästen selbst ein Loch für die Urne aus. Das Gericht urteilte, die Bestatterin sei ihrer „Organisations- und Überwachungspflicht“ nicht nachgekommen. Allerdings habe die Firma andere Bestandteile des Vertrags mangelfrei erbracht, weshalb die Minderung der Rechnung um ein Viertel angemessen sei. Kassners Anwalt Michael Timpf aber empfindet die Kürzung als zu gering: „Das wird der unterirdischen Leistung des Bestattungsinstituts nicht gerecht.“

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