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Hannover Freibäder haben „Katastrophensommer“ hinter sich
Nachrichten Hannover Freibäder haben „Katastrophensommer“ hinter sich
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00:15 23.09.2017
„Ernüchternd“: Gerd Weßling vom Ricklinger Freibad. Foto: Heusel Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Beim ebenfalls vereinsbetriebenen Annabad hat man sich kurzfristig entschieden, die Saison zu verlängern, um zumindest den späten Saisongästen noch etwas zu bieten. Auch bei den städtischen Bädern sehen die Ergebnisse dramatisch aus. „Die Zahlen sind wie der Sommer - ernüchternd“, sagt Sprecher Udo Möller. Ein Überblick.

Ricklinger Bad: 43 900 Besucher wurden in diesem Jahr gezählt. Im Vorjahr waren es 77 900. „Im April haben wir wegen der Frostnächte nicht geöffnet, im Mai kamen nur 8000 Besucher“, sagt Weßling. Im Juli kamen 10.000 (Vorjahr 36.000), im August 8800 (Vorjahr 20.000). Eigentlich hatte das Bad zum 3. September schließen sollen. „Weil es dann plötzlich besser aussah, haben wir eine Verlängerung zum 17. September angekündigt.“ Weil aber bis Sonntag nur 1400 Gäste kamen, habe man sich entschlossen, sofort zu schließen. „Dieses Jahr ist unser Negativrekord“, sagt Weßling. In der Kasse der Betriebsgesellschaft, die dem Verein Aegir gehört, klaffe ein fünfstelliges Euro-Loch. Man rede jetzt mit der Stadt über ein Entgegenkommen.

Annabad: Das in Kleefeld vom Polizeisportverein betriebene Bad hat 162.690 Gäste registriert, 44.000 weniger als 2016. Stärkster Tag war der 19. Juni mit 5000 Gästen. In der Verlängerung (bis 3. Oktober, täglich 8 bis 18 Uhr) bleiben die Dauerkarten gültig, „und die Duschen sind warm“, sagt Sprecher Florian Lange.

Lister Bad: An der Grenze zum Sahlkamp wurden 94.263 Besucher gezählt, im Vorjahr waren es 141.885.

Misburger Bad: Der Freibadbereich hat 19.607 Besucher empfangen, zuvor waren es 29.086.

Hainhölzer Bad: Das Naturbad hat wegen Starkregenfällen mit Problemen bei der Wasserreinigung gekämpft. Seine ohnehin kurze Saison wurde durch Schließungen im Sommer reduziert. Insgesamt kamen 7540 Gäste. Eine Vergleichszahl zum Vorjahr gibt es nicht, denn da war das Bad komplett geschlossen. 2015 waren noch 21.463 Gäste gezählt worden.

Von Conrad von Meding und Tobias Morchner

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