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Hannover Demo in Hannover: Lehrer fordern mehr Gehalt
Nachrichten Hannover Demo in Hannover: Lehrer fordern mehr Gehalt
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00:16 14.09.2018
Am Donnerstag wollen in Hannover Lehrer für höhere Gehälter demonstrieren. Quelle: Kostyrko (Archiv)
Hannover

Rund 1500 bis 2000 Lehrer aus ganz Niedersachsen werden am Donnerstag durch die Stadt ziehen und bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt fordern. Aufgerufen zu der Kundgebung hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Teilnehmer treffen sich ab 15 Uhr am Hauptbahnhof und am Schützenplatz, von dort aus ziehen die beiden Gruppen vor den Landtag zum Platz der Göttinger Sieben. Um 16 Uhr gibt es dort eine Großkundgebung, während drinnen der Landtag erstmals über den Haushaltsplan für 2019 diskutiert. Hauptrednerin ist die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth.

Lehrer endlich besser bezahlen: GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Quelle: Villlegas

Entlastung für Überstunden

„Niedersachsen muss endlich ausreichend Geld für die drängendsten Baustellen in der Bildung einplanen. Das werden wir massiv einfordern“, sagt Pooth. „Jedes Jahr verfallen rund 2,47 Millionen Lehrkräfte-Überstunden ohne finanziellen oder zeitlichen Ausgleich. So ist es durch die Göttinger Arbeitszeitstudie eindeutig beziffert. Doch bisher gibt es kein Zeichen der Entlastung. Im Gegenteil: Das Land eignet sich diese Stunden widerrechtlich an, ohne jegliches Unrechtsbewusstsein zu entwickeln.“ Eine ordentliche Entlastung müsse her.

Weniger Unterricht für ältere Lehrer

Die Große Koalition habe versprochen, dass Lehrer ab 55 Jahren eine Stunde weniger unterrichten müssten. „Wir müssen dafür sorgen, dass diese Ermäßigung nicht nur ein leeres Versprechen bleibt, sondern jetzt umgesetzt wird“, fordert Pooth. Die Landesregierung habe bei ihrer Haushaltsklausur angekündigt, 400 pädagogischen Mitarbeiter Vollzeitstellen anzubieten. „Das ist ein Erfolg der GEW“, unterstreicht die Vorsitzende. Doch mehr als 1000 pädagogische Mitarbeiter arbeiten weiterhin in Zwangsteilzeit, auch sie müssten aufstocken.

Mehr Geld für Grundschullehrer

Zudem sollten Grundschullehrer endlich mehr verdienen und mit Lehrern an Gymnasien gleichgestellt werden. Die Arbeit sei anstrengend, anspruchsvoll und belastend, das Studium für Pädagogen an Grundschulen sei inzwischen genauso lang wie die Ausbildung von Gymnasiallehrer, eine unterschiedliche Bezahlung sei nicht mehr gerechtfertigt, sagt Pooth. Die GEW fordert: „A 13 für alle.“

Von Saskia Döhner

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