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Hannover Schwerer Unfall: B 6 sechs Stunden lang voll gesperrt
Nachrichten Hannover Schwerer Unfall: B 6 sechs Stunden lang voll gesperrt
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19:51 07.10.2018
Die Hinterachse des Porsches wurde bei dem Unfall heraus gerissen. Quelle: Heidrich
Garbsen

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Sonnabendnachmittag um kurz nach 17 Uhr auf der Bundesstraße 6 in Garbsen haben alle drei Beteiligte schwere Verletzungen davon getragen. Wie die Polizei mitteilt,waren an dem Unfall zwei Sportwagen beteiligt. Die B6 war sechs Stunden lang ab der Unfallstelle an der Abfahrt Richtung Frielingen Richtung Hannover gesperrt. Abschließend war die Abfahrt Frielingen weiterhin gesperrt. Es kam zu Behinderungen.

Von dem Audi ist nur noch ein Wrack übrig geblieben. Quelle: Clemens Heidrich

Nach Angaben der Polizei war um kurz vor 17 Uhr ein 69-Jähriger aus Hannover in seinem Audi S 8 von Neustadt kommend in Richtung Hannover unterwegs. Am Steuer des Porsche saß nach Angaben der Polizei eine 55-jährige Frau, auf dem Beifahrersitz der 74-jährige Halter des Fahrzeugs. Beide kommen ebenfalls aus Hannover. In Höhe der Abfahrt Frielingen stieß der Audi beim Überholen des Porsches mit dem schwarzen Sportwagen zusammen. Die Gründe dafür sind noch unklar. Zeugenaussagen zufolge sollen die beiden Fahrzeuge auf der B6 an anderen Wagen, die mit Tempo 120 unterwegs waren, regelrecht „vorbeigeflogen“ sein. Auch die Polizei bestätigte unterdessen, dass die Wagen mit überhöhte Geschwindigkeit unterwegs waren. Der anfängliche Verdacht, dass es sich um ein illegales Straßenrennen gehandelt haben könnte, bestätigte sich allerdings nicht. Nach derzeitiger Einschätzung der Polizei war wahrscheinlich ein missglücktes Überholmanöver die Ursache.

Die Einsatzstelle glich einem Trümmerfeld – ein Umstand, der ebenfalls auf sehr hohe Geschwindigkeit der beiden Wagen hinweist. Der Porsche kam nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen zwei Bäume und blieb auf einem Grünstreifen liegen. Die Hinterachse des schwarzen Porsches war herausgerissen worden. Die Fahrerin des 911 wurde hinter dem Steuer eingeklemmt und musste von Rettungskräften befreit werden. Sie und ihr Lebensgefährte kamen mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik.

Der Audi kam kurz nach der Ausfahrt von der Straße ab, fuhr noch rund 150 Meter durch ein angrenzendes Waldstück. Dabei überschlug sich der Wagen und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Der Fahrer des Audi wurde aus seinem Fahrzeug heraus geschleudert. Auch er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Da die Rettungskräfte in dem Fahrzeug einen Kindersitz und Windeln entdeckten, vermuteten sie zunächst, dass in dem Audi auch ein Kind gesessen haben könnte. Die Polizei suchte das Waldstück und die nähere Umgebung des Unfallorts ab. Der Verdacht bestätigte sich nicht. Insgesamt ist bei dem Unfall ein Schaden von rund 90 000 Euro entstanden.

Die Feuerwehr Garbsen hatte den sogenannten ManV-1-Alarm ausgelöst. Die Helfer waren also mit einem Großaufgebot vor Ort. Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz an der Unfallstelle. Die Polizei hat mit den Ermittlungen zur genauen Unfallursache begonnen. Die Beamten haben einen externen Gutachter zu den Ermittlungen hinzu gezogen. Zudem suchen die Beamten Zeugen. Hinweise auf das Fahrverhalten des Audi-Fahrers und der Porsche-Fahrerin nimmt der Verkehrsunfalldienst unter (0511) 1 09 18 88 entgegen.

Von tm

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